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6.3.2018

8. März: Internationaler Frauentag

Seit über hundert Jahren demonstrieren Frauen am 8. März für eine Gleichstellung der Geschlechter. Eine aktuelle Studie der Organisation UN Women zeigt, dass Frauen weltweit nach wie vor stark benachteiligt sind.

Teilnehmerinnen einer Frauentags-Demonstration in Sao Paulo, Brasilien, 2017. (© picture-alliance, NurPhoto)


Von den 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben 143 die Gleichstellung von Mann und Frau in ihre Verfassung aufgenommen. In den verbleibenden 50 UN-Ländern ist sie noch nicht verfassungsrechtlich garantiert. Dabei betreffen Armut, Klimawandel, Ernährungsunsicherheit, Nahrungsmittelknappheit, unzureichende Gesundheitsversorgung und globale Wirtschaftskrisen Frauen und Mädchen meist weit stärker als Männer und Jungen. Auch in Ländern mit staatlicher Gleichstellungspolitik sind Frauen Benachteiligungen ausgesetzt – beispielsweise im Arbeitsleben.

"Den Versprechen Taten folgen lassen“ lautet der Titel des Berichts von Februar 2018 durch die UN Women, eine Organisation der Vereinten Nationen, die sich weltweit für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rechte der Frau einsetzt. Es ist eine Analyse der Lebenssituation von Frauen weltweit. Der Bericht bezieht sich auf die Ziele der "Agenda 2030“, die auf einem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen im September 2015 beschlossen wurde. In der Agenda wird ein Konzept für eine nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Soziales, Umwelt und Wirtschaft entwickelt. Über die bloße Berechnung des Pro-Kopf-Einkommens hinaus sollen neue Maßstäbe für einen global gültigen Begriff von Wohlstand definiert werden. Ziele sind die Beseitigung von Armut, die Verringerung von Ungleichheiten, das Beenden von Konflikten und die Bewahrung des Friedens weltweit. Eine Schlüsselrolle beim Erreichen dieser Ziele – darin sind sich alle Unterzeichner und Unterzeichnerinnen einig – spielt die weltweite Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen.

Gleichstellung der Geschlechter in der Agenda 2030 (© UN Women)


Zustandsbericht zeigt Handlungsbedarf

Drei Jahre nach Verabschiedung der "Agenda 2030“ stellt der Bericht "Den Versprechen Taten folgen lassen“ fest, dass großer Handlungsbedarf im Hinblick auf die Situation von Mädchen und Frauen besteht. Wo auch immer Armut herrscht, seien Frauen am stärksten betroffen. Für den länderübergreifenden Bericht werteten die Verfasser und Verfasserinnen lokale soziale Statistiken aus, verglichen sie und kamen zu folgenden Ergebnissen:
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