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Zehntes Weltsozialforum in Dakar

Zehntausende Aktivisten haben am Wochenende das Weltsozialforum mit einem Marsch durch die senegalesische Hauptstadt eröffnet. Die Teilnehmer beraten sechs Tage lang über ein alternatives Weltwirtschaftssystem und eine gerechtere Verteilung der Ressourcen der Erde.

"Eine andere Welt ist möglich": Das zehnte Weltsozialforum in Dakar findet bis zum 11. Februar unter dem traditionellen Motto der globalisierungskritischen Bewegung statt. Auf zahlreichen Veranstaltungen diskutieren Vertreter von mehr als 1.200 Organisationen und Teilnehmer aus über hundert Ländern über aktuelle politische und wirtschaftliche Fragen.

Dabei decken sie ein breites Themenspektrum ab – so stehen Ökologie, Bildung, Demokratie, Migration, Ernährungssicherheit, kleinbäuerliche Landwirtschaft und Menschenrechte auf dem Programm. Die Aufmerksamkeit liegt dabei auf der Rolle Afrikas und insbesondere auf den Reformbewegungen im Norden des Kontinents. Nach 2006 in Bamako und 2007 in Nairobi findet das Weltsozialforum zum dritten Mal in Afrika statt. Die Veranstalter erwarten bis zu 50.000 Teilnehmer.

Neben verschiedenen Gruppen der Zivilgesellschaft treten auch hochrangige Politiker beim Weltsozialforum auf. Zu den Teilnehmern gehören in diesem Jahr die Staatschefs von Bolivien und Venezuela, Evo Morales und Hugo Chavez, sowie der ehemalige brasilianische Präsident Lula da Silva. Morales rief bei der Eröffnung des Forums zum gemeinsamen Widerstand gegen den Neoliberalismus auf: "Wenn sich die Zivilgesellschaft auf allen Kontinenten organisiert, ist sie fähig, die Welt zu verändern". Da Silva forderte mehr Selbstbewusstsein der Bewohner Afrikas. Die Proteste der vergangenen Wochen gegen die Regierungen in Tunesien und Ägypten nährten die "Hoffnungen auf eine neue Welt".

Mit dem Weltsozialforum soll ein Treffen zivilgesellschaftlicher Gruppen den Gipfeln der Industrieländer entgegengesetzt werden, insbesondere dem Weltwirtschaftsforum in Davos sowie den G8- und G20-Gipfeln. Das erste Kongress fand auf Initiative brasilianischer Menschenrechts-, Sozial- und Umweltaktivisten 2001 in Porto Alegre statt.


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