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5 Jahre nach 9/11

3.000 Menschen starben, zweimal so viele wurden verletzt: Die Anschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington am 11. September 2001 markieren eine Zeitenwende. Der "Krieg gegen den Terror" dauert bis heute an.

Ground Zero: Das zerstörte World Trade Center in Manhattan
Foto: public domain

Unter dem ersten Schock des Ereignisses rückten die USA und die westliche Welt im Herbst 2001 enger zusammen. Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete bereits am nächsten Tag eine Resolution, in der er die Anschläge als eine "Bedrohung des Weltfriedens" verurteilte. US-Präsident George W. Bush kündigte an, die Schuldigen für die Anschläge zur Verantwortung zu ziehen.

Wenige Wochen später, am 7. Oktober 2001, begann mit der "Operation Enduring Freedom" die Invasion in Afghanistan. Osama bin Laden, Drahtzieher der Attentate und Kopf des Terrornetzwerks al-Quaida, sollte gefasst und die Taliban-Diktatur gestürzt werden. Doch als Bush Ende 2002 mit dem Irak das nächste Ziel ins Auge fasst, zerfällt die Koalition gegen den Terror. Länder wie Deutschland, Frankreich oder Belgien verweigern Washington die Gefolgschaft. Dennoch erfolgt der Angriff am 20. März 2003 unter dem Vorwand, der Irak verfüge über Massenvernichtungswaffen. Anfangs beteiligten sich 48 Länder an der so genannten "Koalition der Willigen".

Fünf Jahre nach dem 11. September befinden sich noch immer US-Soldaten und internationale Truppen in Afghanistan und im Irak. Beide Länder sind weit davon entfernt, stabile Demokratien und damit das gewünschte Bollwerk gegen den islamistischen Terrorismus zu sein. Der Folterskandal im US-Militärgefängnis Abu Ghreib, das umstrittene US-Gefangenenlager Guantànamo und die geheimen CIA-Gefängnisse im Ausland lösten heftige Diskussionen über Verletzungen der Menschenrechte und des Internationalen Rechts aus.

Die Ziele des Kriegs gegen den Terror werden bei Weitem nicht mehr von allen Amerikanern mitgetragen. Das belegen eine Reihe von Umfragen. Vor Jahren sah das ganz anders aus. Zu Beginn des Kriegs gegen den Terror unterstützten 90 Prozent die Politik der Regierung Bush.

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