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Menschenrecht auf Bildung

Vernon Muñoz ist ein Weltreisender in Sachen Bildung. Am Dienstag stellt er nach einem zehntägigen Aufenthalt in Deutschland seine Bilanz zum deutschen Bildungssystem vor. Als Inspektor der UN-Menschenrechtskommission untersucht Muñoz rund um den Globus, wie das Menschenrecht auf Bildung umgesetzt wird.

Foto: José A. Warletta

Während seiner Reise besuchte der UN-Sonderberichterstatter Kindergärten, Schulen und Ministerien und sprach mit Politikern, Lehrern, Schülern sowie Vertretern von Nichtregierungsorganisationen. Sein Hauptaugenmerk, so erklärte der Jura-Professor aus Costa Rica zum Auftakt, wolle er darauf richten, wie Bildungseinrichtungen mit Kindern von Einwanderern, armen Kindern und Kindern mit Behinderungen umgingen. Haben diese den gleichen Zugang zur Bildung? Besteht Chancengleichheit? Gerade hier hatte Deutschland bei den PISA-Studien 2001 und 2004 schlecht abgeschnitten. Laut der internationalen Vergleichsstudien entscheidet die soziale Herkunft in Deutschland stärker über den Bildungserfolg als in jedem anderen Industrieland.

Zum zweiten Mal ist ein UN-Ermittler zu Gast in Deutschland. Mitte der Neunzigerjahre sorgten ausländerfeindliche Gewalttaten in Ostdeutschland für den Besuch eines Sonderberichterstatters. Die vollständigen Ergebnisse seines Deutschlandaufenthalts will Muñoz 2007 in einen allgemeinen Bericht über das Recht auf Bildung vorlegen.



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