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Karikaturenstreit eskaliert

Am Wochenende ist der Streit um die Mohammed-Karikaturen gewaltsam eskaliert, die bereits vor Monaten in der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" veröffentlicht worden waren. In Beirut und Damaskus steckten aufgebrachte Demonstranten die dänischen Vertretungen in Brand. Auch in Thailand, Afghanistan, Indonesien, Iran und anderen Ländern gab es wütende Proteste. Politiker wie UN-Generalsekretär Kofi Annan forderten nachdrücklich eine Rückkehr zum Dialog.

Inzwischen entschuldigte sich die libanesische Regierung bei Dänemark für den Brandanschlag. Moderate muslimische Führer distanzierten sich von der Gewalt. In Deutschland und Europa löste die Eskalation des Karikaturenstreits Besorgnis und eine Debatte aus, in der vor allem die Rolle der Medien intensiv diskutiert wird. In welchem Spannungsverhältnis stehen Meinungsfreiheit und Religion?

Im September hatte die dänische Zeitung "Jyllands-Posten" die Karikaturen erstmals veröffentlicht, die später von anderen Zeitungen und Zeitschriften in Europa und in Deutschland nachgedruckt worden waren.


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