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Debatte um Einbürgerungstest

Der Fragenkatalog, mit dem Baden-Württemberg seit Jahresbeginn die Gesinnung einbürgerungswilliger Muslime prüft, bleibt umstritten. Gefragt wird unter anderem nach der Einstellung zur Gleichberechtigung von Frau und Mann, zur Religionsfreiheit, zur Homosexualität oder zum Terrorismus. Berechtigtes Misstrauen oder Islamophobie?

Der so genannte "Gesprächsleitfaden für die Einbürgerungsbehörden", der vom Innenministerium in Stuttgart entwickelt worden ist, umfasst 30 Fragen. Ziel des Leitfadens ist nach Angaben des Ministeriums herauszufinden, "ob bei Muslimen generell davon auszugehen ist, dass ihr Bekenntnis bei der Einbürgerung auch ihrer tatsächlichen inneren Einstellung entspricht". Auch Hessen hatte die Einführung eines solchen Tests zunächst erwogen, ist jedoch mittlerweile von diesem Vorhaben wieder abgerückt.

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Emanuel Richter, Professor für "Politische Systeme", plädiert in seinem Essay "Die Einbürgerung des Islams" für eine Kultur, die Ausgrenzung ablehnt und sich dem Diskurs öffnet. Das Autorenteam Jürgen Leibold, Steffen Kühnel und Wilhelm Heitmeyer analysiert empirische Ergebnisse zur Islamophobie in Deutschland. Des Weiteren vergleicht Ralph Ghadban, Professor für Islam und Sozialarbeit, Reaktionen auf muslimische Zuwanderer in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

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