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11.8.2014

Teilzeitbeschäftigung

Mit der zunehmenden Heterogenität von Lebensläufen, Erwerbsbiographien und Familienmodellen nimmt das traditionelle Normalarbeitsverhältnis einen immer geringeren Stellenwert ein. Atypische Beschäftigungsverhältnisse gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der folgende Text gibt einen Überblick über Entwicklung und Verbreitung von Teilzeitbeschäftigung. Es werden deren positive Effekte, aber auch Probleme und Risiken, die bei einer dauerhaften Ausübung von Erwerbstätigkeit in geringerer Stundenzahl auftreten können, aufgezeigt.

Angestellte in einer Großwäscherei. Fast jeder zehnte Mann aber fast jede zweite Frau ist in Teilzeit tätig. (© AP)



Entwicklung



Mit abnehmender Verbreitung des traditionellen Ernährermodells, bei der der Mann Vollzeit erwerbstätig ist und die Frau sich allein um Familien- und Hausarbeit kümmert, gewann das modernisierte Ernährermodell mit eineinhalb Einkommen - bei der die Frau jetzt in Teilzeit einer Erwerbsarbeit nachgeht - in vielen Familien zunehmend an Bedeutung. Auch wenn seit Längerem ein Anstieg männlicher Teilzeittätigkeit zu verzeichnen ist, sind es vorwiegend Frauen, die mit verringerter Wochenstundenzahl arbeiten und den Großteil der Teilzeitbeschäftigten stellen.

Die zunehmende Verbreitung von Teilzeitbeschäftigung ist vor allem auf den Wandel zugunsten des Dienstleistungssektors und die gestiegene Erwerbsbeteiligung von Frauen zurückzuführen. Das gesamte Arbeitsvolumen, also die Gesamtmenge geleisteter Arbeit, hat sich seit langer Zeit nicht erhöht. Es gibt einfach mehr Personen, die heute mit niedriger Stundenzahl einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Zurzeit erfolgt ungefähr jede fünfte Neueinstellung in Teilzeit. Der Anstieg der Teilzeitbeschäftigung dürfte auch auf das Inkrafttreten des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) 2001 zurückzuführen sein, in dem Arbeitnehmern ein Rechtsanspruch auf Ausübung einer Teilzeittätigkeit eingeräumt wird. Zudem fand in den letzten Jahren ein Umdenken in vielen Unternehmen statt, durch das vielen Familien eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht werden soll. Hierzu zählt beispielsweise die Ausweitung von Formen der Beschäftigung, die Arbeitnehmern mehr Flexibilität ermöglichen sollen. Dazu gehört die Teilzeitbeschäftigung.

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten hat sich von 1999 bis 2013 mehr als verdoppelt. Im Juni 2013 gab es fast 7,5 Millionen Menschen, die einer Teilzeitbeschäftigung nachgingen. Auch die Zahl aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist gestiegen, jedoch nicht im gleichen Ausmaß. Seit 1999 hat somit der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten kontinuierlich zugenommen. Im Juni 2013 gingen mehr als ein Viertel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einer Teilzeittätigkeit nach.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach ausgewählten Merkmalen (PDF-Icon Grafik zum Download 70 KB) (© bpb)

Ein Vergleich der Geschlechter zeigt erhebliche Unterschiede. Bei den Männern erhöhte sich der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an allen sozialversicherungspflichtig Voll- und Teilzeitbeschäftigten zwischen 1999 und 2013 von drei auf neun Prozent. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigung der Frauen stieg im gleichen Zeitraum von 26,6 auf 44,9 Prozent an. Demnach war nur fast jeder zehnte Mann aber fast jede zweite Frau in Teilzeit tätig. Mit über sechs Millionen stellen Frauen 81 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten. Demgegenüber stehen nur rund 1,4 Millionen Männer, die im Juni 2013 mit verringerter Stundenzahl arbeiteten.

Rechtliche Grundlagen



Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) hat 2001 den Anspruch eingeführt, Teilzeitarbeit zu fördern, die Voraussetzungen für die Zulässigkeit befristeter Arbeitsverträge festzulegen und die Diskriminierung von teilzeitbeschäftigten und befristet beschäftigten Arbeitnehmern zu verhindern (§ 1). Das Gesetz soll Arbeitnehmer dabei unterstützen, Familienleben und Beruf besser vereinbaren zu können. Dies soll vor allem auch Personen in leitenden Positionen möglich sein.

Laut TzBfG ist ein Arbeitnehmer teilzeitbeschäftigt, wenn seine regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers (§ 2 Abs. 1 TzBfG). Darüber hinaus werden auch geringfügig Beschäftigte nach § 8 I Nr. 1 SGB IV zu den Teilzeitbeschäftigten gezählt (§ 2 Abs. 2 TzBfG). Es gibt also keine konkrete Wochenstundenzahl, die Arbeitnehmer pauschal in Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte unterteilt. Oft wird aber in vollzeitnah und vollzeitfern unterschieden, wobei bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 30 Stunden und mehr von vollzeitnaher Teilzeit gesprochen wird. Wenn die Teilzeitarbeit weniger als 15 Stunden wöchentlich beträgt und ein Arbeitsentgelt von 450 Euro nicht übersteigt, spricht man von einer geringfügigen Beschäftigung ("Mini-Job").

Eine Intention der Einführung des TzBfG war, dass es dazu beitragen sollte, eine ablehnende Haltung von Arbeitgebern gegenüber dem Wunsch nach Teilzeitbeschäftigung zu überwinden. So muss ein solcher Wunsch vom Arbeitnehmer auch nicht begründet werden, z. B. mit Kinderbetreuungs- oder anderen familiären Pflichten. Das TzBfG garantiert dem Arbeitnehmer ein Recht auf Teilzeitarbeit, sofern sein Arbeitgeber mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt, das Arbeitsverhältnis seit mindestens sechs Monaten ununterbrochen besteht und der Arbeitnehmer seinen Anspruch drei Monate vor dem gewünschten Termin geltend macht (§ 8 TzBfG). Die konkrete Ausgestaltung der Arbeitszeitverringerung soll dabei einvernehmlich zwischen den Beteiligten geregelt werden.

Das Gesetz berücksichtigt aber auch Interessen der Arbeitgeber. So muss dem Wunsch nach Teilzeitbeschäftigung oder der vom Arbeitnehmer gewünschten Verteilung der Arbeitszeit nicht stattgegeben werden, wenn betriebliche Gründe dem entgegenstehen. "Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht" (§ 8 (4) TzBfG). Neben dem Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung regelt das Gesetz auch einen Anspruch auf Rückkehr zu einer Vollzeitstelle. Bei der Besetzung einer entsprechenden Stelle muss der ehemals Teilzeitbeschäftigte bevorzugt berücksichtigt werden, sofern keine dringenden betrieblichen Gründe oder Arbeitszeitwünsche anderer teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer vorliegen (§ 9 TzBfG). Im aktuellen Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung wird eine Weiterentwicklung des Teilzeitrechts erwähnt.

Teilzeitbeschäftigung im Koalitionsvertrag

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich zum Beispiel wegen Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen zu einer zeitlich befristeten Teilzeitbeschäftigung entschieden haben, wollen wir sicherstellen, dass sie wieder zur früheren Arbeitszeit zurückkehren können. Dazu werden wir das Teilzeitrecht weiterentwickeln und einen Anspruch auf befristete Teilzeitarbeit schaffen (Rückkehrrecht).

Das TzBfG regelt durch das Verbot der Diskriminierung, dass Mitarbeiter in Teilzeit- oder geringfügiger Beschäftigung gegenüber Vollzeitbeschäftigten nicht nachteilig behandelt werden dürfen, es sei denn, sachliche Gründe (z. B. eine geringere Qualifikation oder Berufserfahrung) rechtfertigen eine unterschiedliche Behandlung (§ 4 Abs. 1 TzBfG). Eine Gleichbehandlung muss auch hinsichtlich des Arbeitsentgeltes erfolgen, das anteilig zur Arbeitszeit der Höhe des Gehalts eines vergleichbaren Vollzeitbeschäftigten entsprechen muss.

Nicht immer muss sich der Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung auf dem TzBfG begründen. Spezielle gesetzliche Regelungen zur Teilzeitarbeit, je nach persönlicher Situation des Arbeitnehmers, gibt es im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG), Pflegezeitgesetz (PflegezeitG), Sozialgesetzbuch 9. Buch (SGB IX) und im Altersteilzeitgesetz (AltersteilzeitG).

Verbreitung



Die gravierenden Unterschiede bei der Verbreitung von Teilzeitbeschäftigung zwischen Frauen und Männern werden noch deutlicher, wenn man sich Mütter und Väter ansieht. Ergebnisse des Mikrozensus 2010 zeigen, dass 70 Prozent der erwerbstätigen Mütter in Teilzeit beschäftigt sind, bei den Vätern sind es hingegen nur rund sechs Prozent. Väter liegen damit sogar unter der Teilzeitquote aller Männer in Deutschland von neun Prozent. Überraschenderweise ist es nicht eindeutig so, dass mit zunehmendem Alter des jüngsten Kindes Mütter wieder vermehrt Vollzeit tätig sind. Erst ab einem Alter von 15 bis 17 Jahren des jüngsten Kindes sind nur noch 62,7 Prozent der erwerbstätigen Mütter Teilzeit beschäftigt. Bei Vätern hat das Alter des Kindes kaum einen Einfluss auf die Erwerbsbeteiligung.

Die Betrachtung unterschiedlicher Familienformen von Müttern macht einige Unterschiede deutlich. Während 45 Prozent der Mütter in einer Lebenspartnerschaft und 42 der alleinerziehenden Mütter einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen, sind es bei den verheirateten erwerbstätigen Müttern nur 25 Prozent. Bei den Vätern gibt es nur geringe Unterschiede je nach Familienform. Sie arbeiten überwiegend in Vollzeit. Studien zeigen, dass mit der Dauer der Ehe die Retraditionalisierung der Geschlechterrollen wieder zunimmt. Grund hierfür sind auch sozialpolitische Rahmenbedingungen wie Ehegattensplitting oder beitragsfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung, die vor allem Frauen mit geringen Einkommen oft nur wenig Anreiz für die Ausübung einer (Vollzeit-)Erwerbstätigkeit bieten.

Mütter und Väter in Paargemeinschaften (PDF-Icon Grafik zum Download 49 KB) (© bpb)

Sind beide Partner (Ehe oder Lebenspartnerschaft) erwerbstätig, ist das häufigste Modell, dass der Vater einer Vollzeitbeschäftigung nachgeht und die Mutter in Teilzeit arbeitet. Diese Form findet sich in 70,6 Prozent der Familien. In fast einem Viertel der Familien sind beide Partner Vollzeit beschäftigt. Modelle, bei denen beide Teilzeit arbeiten oder Vater Teilzeit und Mutter Vollzeit, sind kaum verbreitet.

Auswertungen des IAB-Betriebspanels aus dem Jahr 2012 zeigen, dass Teilzeitbeschäftigung besonders in Branchen mit hohem Frauenanteil verbreitet ist. Diese sind vor allem im Dienstleistungssektor zu finden. Die höchsten Frauenanteile bei Teilzeitbeschäftigung gibt es in der Finanzbranche, im Gesundheits- und Sozialwesen, in der öffentlichen Verwaltung sowie im Bereich Erziehung und Unterricht. Nur in der Branche Verkehr und Lagerei waren mehr Männer als Frauen in Teilzeit beschäftigt. Es hat sich gezeigt, dass in jeder Branche mindestens 30 Prozent der Frauen einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen. Auch in Branchen, in denen eher weniger Frauen tätig sind, ist deren Teilzeitquote dann doch sehr hoch. So ist beispielsweise im Baugewerbe mehr als jede zweite Frau mit reduzierter Stundenzahl tätig.

Der Anstieg der Teilzeitbeschäftigung ist in allen Altersgruppen vorhanden. Die meisten Beschäftigten in Teilzeit befinden sich aber im Alter von 35 bis 44 Jahren. Dies ist in der Regel das Alter, in dem die Familiengründung stattgefunden hat und besonders viel Zeit für familienbezogene Aufgaben aufgewendet und somit eher einer Teilzeitbeschäftigung nachgegangen wird. Aber auch im höheren Alter findet Teilzeitbeschäftigung eine immer größere Verbreitung, wohingegen sie bei jüngeren Arbeitnehmern eher weniger zu beobachten ist. Die hohen Anteile bei älteren Arbeitnehmern sind auch auf die Inanspruchnahme von Altersteilzeitregelungen zurückzuführen.

Teilzeitbeschäftigung als Prozentsatz der gesamten Beschäftigung (PDF-Icon Grafik zum Download 62 KB) (© bpb)

Der europäische Vergleich zeigt, dass die Niederlande mit Abstand Spitzenreiter bei der Verbreitung von Teilzeitbeschäftigung sind. Die Hälfte der Bevölkerung arbeitet dort mit reduzierter Stundenzahl. Bei den Frauen liegt der Anteil sogar bei 77 Prozent. Auch Deutschland liegt mit einer Teilzeitquote von 26 Prozent bei allen Erwerbstätigen und 45,1 Prozent bei den Frauen weit über dem EU-Durchschnitt. Die hohe Quote der teilzeitbeschäftigten Frauen ist verbunden mit der Erwerbstätigenquote. Sind viele Frauen erwerbstätig, ist häufig auch die Teilzeitquote entsprechend hoch. Aus diesem Grund ist auch in den osteuropäischen Ländern Teilzeitbeschäftigung besonders wenig verbreitet.

Männer und Führungspositionen in Teilzeit



In Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen sind nach wie vor hauptsächlich Frauen zu finden. Nach der Geburt von Kindern oder wenn die Pflege eines Angehörigen übernommen wird, sind in der Regel sie es, die die Erwerbstätigkeit unterbrechen und wenn, dann nur mit verringerter Stundenzahl weiter arbeiten. Die traditionellen Rollenbilder wandeln sich nur langsam. Studien zeigen, dass Väter sogar länger arbeiten als Männer ohne Kinder, auch wenn diese sich häufig wünschen, weniger zu arbeiten, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Die Umsetzung scheitert dann aber daran, dass sie befürchten, Nachteile hinsichtlich ihrer Karriere hinnehmen zu müssen oder mit negativen Vorbehalten durch Arbeitgeber oder Kollegen konfrontiert zu werden. Noch immer wird von Männern eine stärkere Karriereorientierung als von Frauen erwartet.

Dennoch ist langsam ein Wandel festzustellen. Das klassische Ernährermodell verliert zunehmend an Bedeutung; immer mehr Väter nehmen eine aktive Rolle in der Familie ein, bei der sie die Erwerbstätigkeit ihrer Partnerin unterstützen und sich umfänglich an der Kinderbetreuung beteiligen. Dazu hat auch die Einführung von Elternzeit und Elterngeld beigetragen, bei dem Paare nur den vollen Anspruch auf Elterngeld (maximal 14 Monate) haben, wenn Mutter und Vater die Elternzeit untereinander aufteilen, wobei ein Elternteil für eine Dauer zwischen zwei und zwölf Monaten diese Leistung in Anspruch nehmen kann. Die zwei zusätzlichen Monate erhält man, wenn der andere Elternteil auch mindestens zwei Monate seine berufliche Tätigkeit unterbricht und auch dieses Einkommen wegfällt. Alternativ ist es möglich, die Elternzeit in Form von Teilzeiterwerbstätigkeit mit bis zu 30 Stunden zu beanspruchen, wenn das Unternehmen mehr als 15 Beschäftigte hat, keine dringenden betrieblichen Gründe entgegenstehen und die Beschäftigung mindestens sechs Monate ohne Unterbrechung besteht. In Unternehmen mit bis zu 15 Beschäftigten müssen sich die Eltern mit dem Arbeitgeber über die Teilzeit einigen. Durch den alleinigen oder erhöhten Fokus auf die Familie für einen gewissen Zeitraum kann Vätern deren Wichtigkeit erst richtig bewusst werden und unter Umständen deren Prioritäten im weiteren Erwerbsverlauf verändern.

Der Anteil an Führungskräften, die in Deutschland in Teilzeit arbeiten, liegt bisher bei lediglich fünf Prozent. Auch wenn viele Führungskräfte sich eine Verkürzung ihrer Arbeitszeit wünschen und es rechtlich die Möglichkeit gäbe, sieht die Praxis meist anders aus. In vielen Unternehmen gibt es die ungeschriebene Regel, dass der Chef möglichst lange anwesend sein muss – auch um seine Vorbildfunktion zu demonstrieren. Wenn leitende Positionen in Teilzeit ausgeführt werden, dann in der Regel von Frauen und eher in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Es liegt an den Unternehmensleitungen und den Beschäftigten selbst, etwas an den Arbeitszeitkulturen zu verändern und eine größere Akzeptanz von Teilzeitbeschäftigung auch in Führungspositionen zu schaffen.

Eine weiter steigende Zahl von Männern in Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen und vor allem auch in Führungspositionen trüge dazu bei, tradierte Rollenbilder weiter aufzubrechen und hätte eine Vorbildfunktion für viele weitere Männer. Wenn deutlich wird, dass die Erwerbstätigkeit mit geringerer Stundenzahl nicht zwangsläufig mit Nachteilen und Karriereeinbußen verbunden ist, könnten Teilzeitmodelle für Männer an Attraktivität gewinnen.

Funktion, Wirkung und Probleme



Die meisten Arbeitnehmer üben eine Teilzeitbeschäftigung aus dem Grund aus, neben dem Beruf genügend Zeit für andere Tätigkeiten zu haben. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Beschäftigte äußerst wichtig und die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen nimmt in der Regel viel Zeit in Anspruch. Zudem gibt es noch keine flächendeckende Ganztagskinderbetreuung, so dass es vielen Paaren gar nicht möglich ist, dass beide Partner einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Einige Arbeitnehmer möchten neben ihrer Berufstätigkeit auch einfach ausreichend Zeit für ehrenamtliches Engagement, Fort- und Weiterbildung oder anderweitige Freizeitaktivitäten haben oder haben ganz individuelle Strategien zur Selbstverwirklichung und Karriereentwicklung. Die Erwerbstätigkeit mit reduzierter Stundenzahl bietet zudem eine gute Möglichkeit nach Krankheit oder Unfall wieder langsam in das Arbeitsleben einzusteigen oder für ältere Beschäftigte sich allmählich aus dem Erwerbsleben zurückzuziehen (z. B. in Form von Altersteilzeit).

Nicht zu vernachlässigen ist allerdings auch die unfreiwillige Teilzeitbeschäftigung. Es gibt eine große Zahl von Arbeitnehmern, die nur aus dem Grund einer Teilzeittätigkeit nachgehen, keine passende Vollzeitstelle gefunden zu haben. Sie sehen eine (vorübergehende) Teilzeitbeschäftigung als bessere Alternative zur Arbeitslosigkeit an. Dies trifft vor allem auf viele Männer in Teilzeitbeschäftigung zu. Hinzu kommt der Wunsch vieler Teilzeitbeschäftigter, vor allem in Mini-Jobs oder mit sehr geringer Stundenzahl, die ihre Arbeitszeit gerne erhöhen würden, wenn der Arbeitgeber dies ermöglichen könnte.

Die Arbeitskräfteerhebung 2012 hat gezeigt, dass es bei Teilzeitbeschäftigten ein hohes ungenutztes Arbeitskräftepotenzial gibt. Das heißt, viele Beschäftigte, vor allem diejenigen, die weniger als 32 Stunden in der Woche arbeiten, würden ihren Stundenumfang gerne ausweiten. Von den 3,3 Millionen Unterbeschäftigten gehen 1,8 Millionen einer Teilzeittätigkeit nach. Knapp 23 Prozent der teilzeitbeschäftigten Männer und 15,5 Prozent der Frauen würden ihre Arbeitszeit gerne ausweiten. Sogar fünf Prozent der Vollzeitbeschäftigten ist ihre aktuelle Stundenzahl zu wenig. Vor allem klein- und mittelständischen Unternehmen böte eine Nutzung dieses Arbeitspotenzials, die Möglichkeit ohne zusätzliche Neueinstellungen die Produktivität zu steigern.

Erwerbstätige und ungenutztes Arbeitskräftepotenzial

in Tausend und in Prozent

15 bis 74-JährigeDeutschland
insgesamtMännerFrauen
in Tausend
Erwerbstätige39.95221.53518.417
davon Teilzeitbeschäftigte10.5982.2098.389
davon Vollzeitbeschäftigte129.35419.32610.028
Unterbeschäftigte3.3111.5681.725
davon Teilzeitbeschäftigte1.8105061.304
davon Vollzeitbeschäftigte11.5011.081421
in Prozent
Unterbeschäftigte8,37,49,4
davon Teilzeitbeschäftigte17,122,915,5
davon Vollzeitbeschäftigte15,15,64,2

1Ab 32 Stunden geleisteter Arbeit handelt es sich bereits um eine Vollzeittätigkeit.
2Anteil der Unterbeschäftigten an den Erwerbstätigen
Quelle: Arbeitskräfteerhebung 2012



Unfreiwillige Teilzeitarbeit war 2012 besonders stark in den Branchen Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie im Bereich Unternehmensdienstleistungen vertreten. In diesen Sektoren würden viele Beschäftigte gerne einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Die am stärksten von unfreiwilliger Teilzeit betroffene Gruppe sind Hilfskräfte. Für sie scheint es besonders schwierig eine Vollzeitstelle zu bekommen. Das ungenutzte Arbeitskräftepotential bietet somit, durch die Ausweitung der Teilzeitbeschäftigung, in bestimmten Branchen die Möglichkeit den Fachkräftemängel zu verringern. Gut qualifizierte Pflegekräfte oder Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen könnten durch die Ausweitung ihrer Arbeitszeit den drohenden Mehrbedarf an Fachkräften teilweise kompensieren.

Neben den Vorteilen größerer Flexibilität und mehr Zeit für außerberufliche Aktivitäten durch Teilzeitarbeit, sind eine Reihe von Nachteilen möglich, die mit dieser Form der Beschäftigung verbunden sein können. Aufgrund ihrer geringeren Stundenzahl erhalten Teilzeitbeschäftigte ein geringeres Einkommen und zahlen folglich auch weniger in die Kassen der Sozialversicherung ein. Über einen längeren Zeitraum führt dies zu niedrigeren Renten und schließlich dem damit verbundenen Risiko der Altersarmut. Vor allem bei Tätigkeiten mit sehr geringer Stundenzahl besteht so eine hohe Abhängigkeit vom Einkommen des Partners oder von staatlichen Transferleistungen. Obwohl die gesetzlichen Bestimmungen Diskriminierung verbieten, zeigen Studien, dass auch bei gleicher Berufserfahrung und Qualifikation das Einkommensniveau von Teilzeitbeschäftigten geringer ist als das Vollzeitbeschäftigter.

Zum Teil kann die Einkommensdifferenz mit gleich hohen Fixkosten je Arbeitnehmer erklärt werden, die die Arbeitgeber durch Zahlung eines geringeren Lohnes kompensieren wollen. Dies sind zum Beispiel Einarbeitungskosten, Kosten für Weiterbildung oder Verwaltungskosten, die bei jedem Mitarbeiter gleich hoch und unabhängig von der Zahl der vereinbarten Wochenstunden sind. Zudem gibt es mit zunehmender Verbreitung von Teilzeitbeschäftigung noch immer die Einstellung einiger Unternehmensleitungen, dass nicht alle Tätigkeiten oder Positionen in Teilzeitarbeit ausgeführt werden können. Dies kann beispielsweise ein Grund dafür sein, dass Frauen in Führungspositionen noch immer deutlich unterrepräsentiert sind.

Gründe für Teilzeittätigkeit 2011

in Prozent

FrauenMänner
Sonstige familiäre oder persönliche Verantwortungsbereiche27,67,6
Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Personen26,12,7
Vollzeittätigkeit aus anderen Gründen nicht erwünscht23,035,9
Vollzeittätigkeit nicht zu finden14,324,1
Aus- und Weiterbildung6,423,0
Krankheit oder Unfallfolgen2,66,8

Quelle: Statistisches Bundesamt, Qualität der Arbeit, 2012

Auch für Arbeitgeber hat die Beschäftigung von teilzeittätigen Mitarbeitern Vor- und Nachteile. Sie bedeutet in der Regel eine Erhöhung der Lohnnebenkosten und einen erhöhten Organisations- und Koordinierungsaufwand, da insgesamt mehr Mitarbeiter beschäftigt werden. Je nach Durchführungsform der Teilzeitbeschäftigung kann der Arbeitgeber aber auch seine Mitarbeiter flexibel einteilen und so beispielsweise Auftragsschwankungen abfedern und einen möglichen Stellenabbau verhindern. Teilzeitbeschäftigte sind häufig auch produktiver und nutzen die kürzere Arbeitszeit effizienter. Darüber hinaus wirkt es sich natürlich positiv auf die Motivation der Mitarbeiter und das Betriebsklima aus, wenn die individuellen Arbeitszeitwünsche berücksichtigt werden und den Arbeitnehmern ausreichend Flexibilität gestattet wird. Daraus resultieren letztlich auch eine größere Bindung zum Arbeitgeber und eine geringe Fluktuation der Mitarbeiter.

Verschiedene Modelle von Teilzeitbeschäftigung



Die häufigste Form der Teilzeitbeschäftigung ist die der verkürzten täglichen Arbeitszeit. Diese wird traditionell von Frauen ausgeübt, die einige Stunden am Vormittag arbeiten und sich am Nachmittag um Familie und Hausarbeit kümmern. Bei diesem Modell hat der Arbeitnehmer eine festgelegte tägliche Arbeitszeit und täglich ausreichend Freizeit. Für Arbeitgeber lässt sich diese Form relativ leicht umsetzen. Bei einer Variante dieses Modells wird die wöchentliche Arbeitszeit auf weniger als fünf Tage verteilt, in denen Voll- oder Teilzeit gearbeitet werden kann.

So erhält der Arbeitnehmer komplette freie Tage und der Arbeitgeber kann schwankende Arbeitsaufkommen besser ausnutzen. Bei dem Modell des Job-Sharing teilen sich zwei Arbeitnehmer eigenverantwortlich eine Stelle. Dies erfordert von ihnen erhöhte Kommunikation und regelmäßige Absprachen, ermöglicht aber beispielsweise Projektverantwortung für Vollzeit-Projekte. Für den Arbeitgeber hat es den Vorteil, dass lange Öffnungs- und Servicezeiten abgedeckt werden können. Bei einem weiteren Modell, das seit einigen Jahren immer größere Verbreitung findet, wird Vollzeit gearbeitet, die Gehaltszahlung orientiert sich aber an einer Teilzeittätigkeit. Die überzählig gearbeitete Zeit wird auf einem Langzeitkonto angespart, sodass der Arbeitnehmer nach einiger Zeit die Möglichkeit hat eine längere Urlaubsphase (z.B. Sabbatical) einzulegen oder frühzeitig in den Ruhestand zu gehen. Neben diesen Modellen, gibt es eine ganze Reihe weiterer Varianten der Teilzeitbeschäftigung, die an die individuellen Erfordernisse und Bedürfnisse von Arbeitgeber und Arbeitnehmer angepasst werden können.

Ausblick



Die Gruppe der Teilzeitbeschäftigten ist schon jetzt sehr heterogen. Neben der bewussten Entscheidung von Arbeitnehmern für eine Teilzeitbeschäftigung nach dem individuell am besten passenden Zeitmodell, gibt es Beschäftigte, die keine Vollzeitstelle gefunden haben oder denen ihr Einkommen nicht ausreicht und die deshalb mehrere kleinere Beschäftigungsverhältnisse kombinieren. Eine weitere Gruppe sind Gutverdienende, deren Einkommen ausreichend hoch ist, so dass sie auf einen Teil verzichten und durch mehr Freizeit ihre Lebensqualität steigern können.

So wie die Teilzeitbeschäftigung in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat, wird sie auch in Zukunft weitere Verbreitung finden. Die hohe Zahl an unfreiwilliger Teilzeit zeigt allerdings, dass eine Ausweitung der Teilzeitbeschäftigung nicht in jeglicher Hinsicht positiv zu bewerten ist. Im Gegensatz dazu bieten die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die eine Rückkehr von einer Teilzeit- zu einer Vollzeitstelle regeln, Arbeitgebern noch immer viele Möglichkeiten, diesem Wunsch nicht nachkommen zu müssen. Neue Regelungen könnten Beschäftigten die Angst nehmen, bei zeitweiser Ausübung einer Teilzeitbeschäftigung Karriereeinbrüche hinnehmen zu müssen oder ausreichende Rentenansprüche zu verlieren. Es müssen problemlose Übergänge zwischen Beschäftigungsformen möglich sein und eine vorübergehende Teilzeitbeschäftigung darf nicht zum Karriereknick führen.

IG Metall (2010)

Je mehr und besser wir die Teilzeitarbeit regeln, umso mehr wird sie ein 'Normalarbeitsverhältnis', und als einziger Unterschied bleibt die Arbeitszeit.

Hierzu müssen vor allem in den Unternehmen selbst ein weiteres Umdenken und ein kultureller Wandel stattfinden. Ein Großteil der Betriebe hat bereits Maßnahmen eingeleitet, um ihren Beschäftigten eine zufriedenstellende Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. In vielen Bereichen des Arbeitslebens gibt es allerdings noch keine Chancengleichheit. Teilzeitoptionen für Männer sind noch nicht selbstverständlich, Führungskräfte arbeiten bisher nicht problemlos mit reduzierter Stundenzahl und Frauen befinden sich nach Erwerbsunterbrechung oder vorübergehender Teilzeittätigkeit weiterhin häufig in einer Sackgasse. Arbeitnehmer, die den Wunsch nach Teilzeitbeschäftigung – aus welchen Gründen auch immer – äußern, sollten nicht als weniger motiviert oder leistungsfähig angesehen werden.

Arbeitnehmer haben je nach Lebensphase unterschiedliche individuelle Bedürfnisse, auch in Bezug auf die Arbeitszeit, denen die Arbeitswelt gerecht werden muss. So könnte es zur Normalität werden, dass Paare mit kleinen Kindern während der ersten Jahre weniger arbeiten und mit zunehmendem Alter der Kinder wieder mehr Zeit für den Beruf aufwenden. Die weitere Verbreitung einer vollzeitnahen Teilzeit beider Partner wird als ein denkbares Modell und möglicher Weg zu einer gleichgewichtigen Aufgabenverteilung der Geschlechter diskutiert.

Zum Weiterlesen



Achter Familienbericht - Zeit für Familie - Familienzeitpolitik als Chance einer nachhaltigen Familienpolitik http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/publikationen,did=186954.html

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2014): Teilzeit – Alles was recht ist. Rechtliche Rahmenbedingungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Bonn http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a263-teilzeit-alles-was-recht-ist.pdf?__blob=publicationFile

Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Teilzeit und Arbeitszeitmodelle. http://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsrecht/Teilzeit-und-Arbeitszeitmodelle/inhalt.html

Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG) http://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsrecht/Teilzeit-und-Arbeitszeitmodelle/Rund-um-das-Gesetz-zur-Teilzeit/teilzeit-rund-um-das-gesetz.html

Literatur



Bechmann et al. (2013): Beschäftigungsmuster von Frauen und Männern. Auswertungen des IAB-Betriebspanels. IAB-Forschungsbericht 14/2013. Nürnberg.

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Brenke, Karl (2011): Anhaltender Strukturwandel zur Teilzeitbeschäftigung. DIW Wochenbericht Nr. 42.2 2011. Berlin.

Brenzel, Hanna et al. (2013): Neueinstellungen in Teilzeit. Betriebe wie Beschäftigte können profitieren. IAB Kurzbericht 19/2013. Nürnberg.

Deutscher Gewerkschaftsbund (2014): Teilzeit als Option der Lebenslaufgestaltung. Berlin.

Hipp, Lena/Stuth, Stefan (2013): "Management und Teilzeit? − Eine empirische Analyse zur Verbreitung von Teilzeitarbeit unter Managerinnen und Managern in Europa". In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 65, H. 1, S. 101-128.

IG Metall (Hg.) (2010): Teilzeit. Das Gesetz betrieblich umsetzen – Hinweise für Betriebsräte. Frankfurt/Main. http://netzwerk-chancengleichheit.org/news/uploads/Dokumente/Broschren/Teilzeit_Brosch_final.pdf

Keller, Matthias, Haustein, Thomas (2012): Statistisches Bundesamt (Hg): Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ergebnisse des Mikrozensus 2010. Auszug aus Wirtschaft und Statistik, Januar 2012, S. 30-50. Wiesbaden.

Klenner, Christina, Pfahl, Svenja (2008): Jenseits von Zeitnot und Karriereverzicht – Wege aus dem Arbeitszeitdilemma. Arbeitszeiten von Müttern, Vätern und Pflegenden. WSI-Diskussionspapier Nr. 158. Düsseldorf.

Körner, Thomas et al. (2012): Qualität der Arbeit. Geld verdienen und was sonst noch zählt. Wiesbaden.

Mischke, Johanna; Wingerter, Christian (2012): Frauen und Männer auf dem Arbeitsmarkt. Deutschland und Europa. Wiesbaden.

Wanger, Susanne (2011): Ungenutzte Potenziale in der Teilzeit: Viele Frauen würden gerne länger arbeiten. IAB-Kurzbericht 09/2011 Nürnberg.
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Autor: Birte Tiedemann für bpb.de
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Birte Tiedemann

Zur Person

Birte Tiedemann

Birte Tiedemann studierte nach ihrer Berufsausbildung zur Verwaltungsfachangestellten empirische Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg (Bachelor) und Soziologie und empirische Sozialforschung an der Universität zu Köln und der Corvinus University Budapest (Master). Anschließend arbeitete sie im Institut für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS) der Hochschule Koblenz bevor sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in das Statistische Bundesamt wechselte.


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