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9.1.2014

Der Gesundheitsfonds seit 2011

Stellte die Reform des Zusatzbeitrags eine bedeutende Veränderung des bisherigen Finanzierungsmodus dar, so ließ die Reform andere wesentliche Bestandteile der 2009 in Kraft getretenen Finanzierungsarchitektur unverändert. Dies galt insbesondere für folgende Elemente des Gesundheitsfonds: Insofern stellte die GKV-Finanzierungsreform 2010 nicht nur einen tiefen Einschnitt dar, sondern enthielt auch manche Elemente der Kontinuität.

Wie werden diese Mittel aufgebracht?



Die Krankenversicherungsbeiträge werden nach den Regeln, die bereits vor dem 1.1.2009 galten, von Versicherten und Arbeitgebern entrichtet. 0,9 Prozentpunkte tragen – gleichsam als Vorwegabzug – ausschließlich die Versicherten. Dabei handelt es sich um die Ausgaben für die seit dem 1.7.2005 aus der paritätischen Finanzierung ausgegliederten Leistungsarten (Krankengeld, Zahnersatz). Das verbleibende Beitragsvolumen wird zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Versicherten getragen. Bei einem Beitragssatz von 15,5 Prozent zahlen die Versicherten also 8,2 Prozent, die Arbeitgeber hingegen nur 7,3 Prozent (Tabelle 2).

 
Entwicklung des Bundeszuschusses zur gesetzlichen Krankenversicherung 2003 bis 2012
 
MerkmalGesundheitsfonds
2009 - 2010seit 2011
Maximale Höhe des Zusatzbeitrags (individuell)1 % des BruttoarbeitseinkommensDurchschnittlicher Zusatzbeitrag: 2 % des Bruttoarbeitseinkommens kassenindividueller Zusatzbeitrag: unbegrenzt
Maximaler Umfang des Zusatzbeitrags (Gesamtsumme)max. 5 % der GKV-Gesamtausgabenunbegrenzt
Arbeitgeberbeitragssatzeingefroren bei 7,3 % (bis die Gesamtsumme des Zusatzbeitrags den Höchstumfang von 5 % erreicht)dauerhaft eingefroren bei 7,3 %
Erhebungsform des Zusatzbeitrags prozentual (einkommensabhängig) oder pauschal (einkommensunabhängig)nur pauschal (einkommensunabhängig), ab 2015: einkommensabhängig
Festlegung des Beitragssatzes durchBundesregierungBundesregierung
Morbi-RSA80 Krankheiten80 Krankheiten
Quelle: Eigene Darstellung.




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