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Dossier

Rentenpolitik



Ausbau der Alterssicherung von Frauen

Die Zahl der Frauen, die überhaupt keine eigenen Versichertenrenten beziehen, ist aufgrund ihrer stark gestiegenen Erwerbsbeteiligung einerseits und der rentenbegründenden Anrechnung von Kindererziehungs- und Pflegezeiten andererseits sehr gering geworden. Es bleibt aber das Problem ihrer gegenüber den Männern im Durchschnitt deutlich niedrigeren Renten. Bei verheirateten Frauen kommt es durch den Haushaltszusammenhang zwar zu einem Ausgleich und bei verwitweten Frauen wird die eigene Rente durch die Witwenrente ergänzt, aber auch in diesen Fällen erreicht das (gemeinsame) Versorgungsniveau durch die gesetzlichen Renten nur dann ein ausreichendes Maß, wenn die Renten bzw. Rentenanwartschaften der Männer hoch sind.

Deshalb stellt sich die Frage, wie in Zukunft erreicht werden kann, dass die eigenständigen Altersrenten von Frauen in ihrer Höhe und Bedeutung zunehmen. Die Erwartung, dass dies aufgrund der veränderten Erwerbsbeteiligung schon bald der Fall sein werde, trügt allerdings. In den Jahren zwischen 1995 und 2014 haben sich (in den alten Bundesländern) weder die durchschnittlichen Versicherungsjahre noch die durchschnittlichen Entgeltpunkte von Frauen nach oben entwickelt.

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