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27.7.2017

Die Entstehung eines Wahl-O-Mat

In mehreren Workshops entstehen die Thesen des Wahl-O-Mat. Maßgeblich beteiligt am Redaktionsprozess ist eine Redaktion aus Jung- und Erstwählern: Für die Mitgliedschaft kann sich jeder bewerben. Wissenschaftler beraten das Redaktionsteam. Die Antworten auf die Thesen stammen direkt von den Parteien.

Wie entsteht der Wahl-O-Mat? Und wer ist an seiner Entwicklung beteiligt? Dieser Infofilm gibt einen kurzen Überblick über alle Arbeitsprozesse, die nötig sind, damit das Wahltool pünktlich zur Bundestags- oder Landtagswahl zur Verfügung steht. (© 2017 Bundeszentrale für politische Bildung)

Grundlage für die Thesen im Wahl-O-Mat sind die Partei- und Wahlprogramme der Parteien sowie deren programmatische Aussagen zur Wahl. Die Thesen in jedem Wahl-O-Mat werden von einem großen Team erarbeitet. Das komplette Team besteht aus:

Der erste Workshop



Die Redaktion des Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl vor der Pressekonferenz (© bpb)

Etwa drei Monate vor der Wahl trifft sich das komplette Team zu einem dreitägigen Workshop. Während dieses Workshops erarbeiten die Redakteure der Jung- und Erstwählerinnen und -wähler etwa 80 bis 100 Thesen. Die Experten und Verantwortlichen stehen ihnen beratend zur Seite.

Basis des Workshops sind Partei- und Wahlprogramme der Parteien sowie deren programmatische Aussagen. Die Redakteure suchen aus diesen Unterlagen die wichtigen und zwischen den Parteien umstrittenen Punkte heraus und formulieren die Thesen. Dazu arbeitet die Redaktion immer wieder in thematisch unterteilten Arbeitsgruppen zu Themen wie: Diese Aufteilung der Themen dient nur der besseren Strukturierung der Arbeit. Im Wahl-O-Mat erscheint sie nicht mehr.

Am Ende des ersten Workshops steht eine Liste von 80 bis 100 Thesen.

Die Beantwortung der Thesen



Nach dem ersten Workshop werden die 80 bis 100 erarbeiteten Thesen über ein abgesichertes Online-Eingabesystem den Parteien zur Verfügung gestellt. Die Parteien haben nun zwei bis drei Wochen Zeit, alle Thesen zu beantworten. Außerdem können die Parteien zu jeder These eine Begründung abgeben, mit der sie ihre jeweilige Positionierung ausführen und ihren genauen Standpunkt zum Themengebiet konkretisieren können.

Das Controlling



Um Fehleingaben zu vermeiden, Verständnisprobleme der Parteien zu erkennen und die Qualität der Parteiantworten zu sichern, werden die Antworten und Begründungen der Parteien von einem Team aus Politikwissenschaftlern gesichtet. Gibt es erkennbare Differenzen zwischen der Positionierung einer Partei und ihrer zugehörigen Begründung, scheint eine Partei die These missverstanden zu haben oder tauchen andere Probleme mit den Antworten und Begründungen auf, dann erhält die Partei die Möglichkeit, ihre Antwort oder Begründung zu überarbeiten. Die Parteien haben immer die letzte Entscheidung über ihre Positionierung. Ihre Antworten werden im Wahl-O-Mat nicht interpretiert sondern direkt wiedergegeben.

Während des zweiten Workshops werden 38 Thesen ausgewählt. (© bpb)

Der zweite Workshop



Im zweiten Workshop - etwa eine Woche vor Veröffentlichung des Wahl-O-Mat - werden aus den 80 bis 100 Thesen die 38 Thesen des Wahl-O-Mat ausgewählt. Innerhalb des eintägigen Workshops werden die Thesen ausgewählt, die

Der Online-Start



Nach dem zweiten Workshop startet die finale Programmierung des Wahl-O-Mat, er wird zahlreichen Tests unterzogen und auf die Server ausgespielt. Etwa zwei bis vier Wochen vor der Wahl wird der Wahl-O-Mat online gestellt.
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