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20.9.2018

DIE LINKE

DIE LINKE

Gründungsjahr Landesverband
2007*
Mitgliederzahl in Bayern
3.250*
Landesvorsitz
Ates Görpinar / Ursula Maxim*
Wahlergebnis 2013
2,1 Prozent
*nach Angaben der Partei

Die Partei "DIE LINKE“ (DIE LINKE) entstand deutschlandweit auf Landes- und Bundesebene 2007 aus der Fusion der gewerkschaftsnahen WASG ("Arbeit & soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative“) und der SED-Nachfolgepartei PDS ("Partei des demokratischen Sozialismus“). Im Gegensatz zum Bundestag und derzeit zehn anderen Landesparlamenten konnte die Partei bisher nicht in den Bayerischen Landtag einziehen.

DIE LINKE bekennt sich zu einem "demokratischen Sozialismus“ und legt ihren Schwerpunkt auf soziale Gerechtigkeit. Die Partei zielt auf eine stärkere Regulierung des Marktes und Umverteilung von oben nach unten. Aber auch eine revolutionäre Überwindung der politischen und wirtschaftlichen Ordnung findet in Teilen der Partei Anklang. Mehrere "offen extremistische Strukturen“ innerhalb der Partei, die "auf eine Überwindung der freiheitlichen Staats- und Gesellschaftsordnung abzielen“ werden vom Bundesamt und dem Landesamt für Verfassungsschutz in den aktuellen Berichten aufgeführt.

DIE LINKE tritt in ganz Bayern zur Wahl an. PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de

Das Wahlkampfmotto zur Landtagswahl lautet: "Mehr für die Mehrheit“. Dazu gehört die Forderung nach bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen. Der soziale Wohnungsbau soll mit mindestens 40.000 Wohnungen jährlich neu gestaltet werden. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) soll ausgebaut werden, auch wenn der Ausbau zur Lasten des Individualverkehrs erfolgt. DIE LINKE fordert eine gerechte und umfassende Absicherung im Alter, sieht einen Mehrbedarf von 15.000 neuen Pflegestellen und fordert einen Pflegemindestlohn von 14,50 Euro. Sie setzt sich für eine menschenwürdige Behandlung von Asylsuchenden und Geflüchteten ein. DIE LINKE fordert die Abschaffung des bayerischen Integrationsgesetzes und bezeichnet es als "Ausgrenzungsgesetz“. Die Bildungsausgaben will sie auf sieben Prozent des Landeshaushalts erhöhen.

Die Spitzenkandidaten im Landtagswahlkampf 2018 sind Eva Bulling-Schröter und Ates Gürpinar.

Prof. Dr. Franz Kohout

Prof. Dr. Franz Kohout

Franz Kohout ist Professor für Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Innenpolitik und der Vergleichenden Regierungslehre an der Universität der Bundeswehr München.


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