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20.9.2018

Partei für Franken

DIE FRANKEN

Gründungsjahr Landesverband
2009*
Mitgliederzahl in Bayern
280*
Landesvorsitz
Robert Gattenlöhner*
Wahlergebnis 2013
0,7 Prozent
*nach Angaben der Partei

Die "Partei für Franken" (DIE FRANKEN) wurde 2009 gegründet und tritt generell nur in den fränkischen Regierungsbezirken zu Wahlen an. 2013 kandierte sie erstmals für den Bayerischen Landtag. Während sie in Gesamtbayern 0,7 Prozent erreichte, schaffte sie in Oberfranken 2,9 Prozent, in Mittelfranken 2,3 Prozent und in Unterfranken 1,6 Prozent der Stimmen. DIE FRANKEN stellen derzeit ein Bezirkstagsmandat in Mittelfranken und vier Kommunalmandate.

Ziel der Partei ist es, das politische Gewicht Frankens in Bayern, Deutschland und Europa zu stärken. 200 Jahre ohne eine ernstzunehmende fränkische Partei seien genug. Allerdings fordern DIE FRANKEN keine Unabhängigkeit vom Bundesland Bayern, sondern dezentrale staatliche Strukturen, insbesondere durch die Förderung der Eigenständigkeit der Kommunen, Landkreise und Bezirke. Die zentralistische Ausrichtung des Freistaats auf München müsse beendet werden.

DIE FRANKEN treten in Mittel- und Unterfranken zur Wahl an. PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de

DIE FRANKEN haben zur Landtagswahl 2018 kein spezielles Programm veröffentlicht und treten mit den Forderungen aus ihrem Parteiprogramm an. Darin bemängeln sie unter anderem, dass der Freistaat nicht wie andere Länder nach den beiden stärksten Bevölkerungsgruppen "Bayern-Franken" benannt ist. Für den Fall einer Neugliederung des Bundesgebietes wird ein eigenes Bundesland Franken gefordert.

Die Staatsregierung hätte seit Jahrzehnten die fränkischen Regionen benachteiligt. So bemängelt die Partei eine Konzentration der kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen auf den Großraum München. Auch im Bayerischen Rundfunk sei eine "weißblaue Leitkultur, die uns permanent altbayerische Themen und Münchner Sichtweisen aufdrängen will" überproportional vertreten.

DIE FRANKEN sehen sich Inhaltlich liberalen und bürgerlichen Traditionen verpflichtet. Ideologische Scheuklappen dürfe es von daher nicht geben.

Prof. Dr. Franz Kohout

Prof. Dr. Franz Kohout

Franz Kohout ist Professor für Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Innenpolitik und der Vergleichenden Regierungslehre an der Universität der Bundeswehr München.


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