zurück 
20.9.2018

PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ

Tierschutzpartei

Gründungsjahr Landesverband
1993*
Mitgliederzahl in Bayern
ca. 270*
Landesvorsitz
Helmut Wolff*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei

Die "PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ" (Tierschutzpartei) wurde 1993 gegründet. Die Tierschutzpartei ist in allen 16 Bundesländern mit Landesverbänden vertreten. In Bayern tritt sie 2018 zum ersten Mal bei einer Landtagswahl an. Bei der Bundestagswahl 2017 erreichte sie 0,8 Prozent der Wählerstimmen. Bei der Europawahl 2014 schaffte die Partei mit 1,2 Prozent den Sprung ins Parlament. Ihr einziger Europa-Abgeordneter hat die Partei aber inzwischen verlassen.

Inhaltlich hat setzt die Tierschutzpartei ihren Schwerpunkt auf Natur-, Umwelt- und Tierschutz. Insbesondere setzt sie sich für die Rechte von Tieren ein und bezeichnet sich von daher als "Die Stimme der Stimmlosen“. Die Tierschutzpartei sieht sich selbst als eine "ganzheitliche“ Partei in der untrennbaren Einheit von Mensch, Tier und Natur. Und versteht sich als Sprachrohr von bisher benachteiligten Menschengruppen wie "Kranke und Pflegebedürftige, Behinderte, Opfer körperlicher und seelischer Gewalt, in Armut lebende Kinder und Obdachlose.“

Die Tierschutzpartei tritt in Ober- und Niederbayern sowie Unterfranken zur Wahl an. PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de

Aus ihrem Parteiprogramm hebt die Tierschutzpartei in Bayern anlässlich der Landtagswahl einige Punkte hervor. Dazu gehören die Ablehnung jeglicher Tierversuche, die Forderung nach einem neuen Jagdrecht und Reformen bei der Tierhaltung in der Landwirtschaft, statt einer Förderung "der tierquälerischen Agrarindustrie“. Die Partei bezeichnet die "Massentierhaltung“ als "Klimakiller Nr. 1“ und propagiert daher die Reduktion oder den völligen Verzicht des Konsums tierischer Produkten bis zur Idealvorstellung einer "bio-veganen“ Landwirtschaft.

Neben ihrem Kernthema fordert die Tierschutzpartei außerdem eine dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern, eine schnelle Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt, die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, kleinere Schulklassen und eine stärkere finanzielle Förderung sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler.

Prof. Dr. Franz Kohout

Prof. Dr. Franz Kohout

Franz Kohout ist Professor für Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Innenpolitik und der Vergleichenden Regierungslehre an der Universität der Bundeswehr München.


Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln