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20.9.2018

V-Partei³ - Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer

V-Partei³

Gründungsjahr Landesverband
2016*
Mitgliederzahl in Bayern
> 500*
Landesvorsitz
Christine Rustler*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei

Die "V-Partei³ – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer" (V-Partei³) wurde 2016 in München gegründet. Bei ihren drei Wahlteilnahmen in Nordrhein-Westfalen, bei der Bundestagswahl und in Niedersachsen erreichte sie jeweils 0,1 Prozent der Wählerstimmen. Seit September 2016 gibt es auch einen bayerischen Landesverband.

Die V-Partei³ weist auf die globalen Zusammenhänge von Wachstum, Konsum und Essverhalten hin. Sie möchte sich durch eine kompromisslose Haltung von anderen ökologischen Parteien abgrenzen. Konkret setzt sich die V-Partei³ für eine Umgestaltung der gesamten Gesellschaft entlang der veganen Ernährung ein. Das schließt beispielsweise die Bereiche Bildung und Familienpolitik, Finanzen und Steuern oder Wirtschafts- und Außenpolitik mit ein.

Die V-Partei³ tritt in ganz Bayern zur Wahl an. PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de

Zur Landtagswahl in Bayern hat die Partei kein eigenes Wahlprogramm veröffentlicht und verweist auf ihr Parteiprogramm. In dessen Mittelpunkt steht das Ziel einer Umgestaltung der Landwirtschaft, die sich ausschließlich an der "bio-veganen" Nahrungsmittelproduktion orientieren muss. Entsprechend soll die Nutztierhaltung abgeschafft werden und durch die ökologisch-vegane Landwirtschaft ersetzt werden. Jegliche Form der industriellen Tierhaltung und Schlachtung von Tieren für Nahrungsmittel, Kosmetik und Kleidung soll verboten werden. Dabei werden die bestehenden Differenzen zwischen vegetarischer und veganer Lebensweise durch das Parteiprogramm nicht aufgelöst.

In der Wirtschaftspolitik setzt die V-Partei³ auf alternative Wirtschaftsformen, eine umfassende Steuerreform unter Berücksichtigung von Umweltkosten und ein bedingungsloses Grundeinkommen. Sie fordert ferner die Einführung von Volksbegehren auf Bundesebene, spricht sich für eine schnelle Integration von Geflüchteten aus und plädiert für die Entkriminalisierung von Cannabis.

Prof. Dr. Franz Kohout

Prof. Dr. Franz Kohout

Franz Kohout ist Professor für Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Innenpolitik und der Vergleichenden Regierungslehre an der Universität der Bundeswehr München.


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