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30.8.2017

V-Partei³ – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer

V-Partei³

Gründungsjahr Bundesverband
2016*
Mitgliederzahl in Deutschland
1.200*
Bundesvorsitz
Roland Wegner*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei

Die "V-Partei³ – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer" (V-Partei³) wurde 2016 am Rande einer Messe für Veganer in München gegründet. Die Partei, die bereits zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen antrat, sieht sich als Sprachrohr der in Deutschland lebenden Vegetarier und Veganer sowie jener Bürger, die sich der "Auswirkungen von Wachstum, Konsum und Essverhalten" bewusst sind und daher gesellschaftliche und politische Veränderungen anstreben. Ihr politisches Konzept stellt "Fragen der Nachhaltigkeit, des Friedens und des gesellschaftlichen Zusammenwachsens" in den Mittelpunkt. Ihre Kernforderungen beziehen sich vor allem auf die Verbesserung des Verbraucher-, Klima- und Tierschutzes. Nach eigenen Angaben möchte sich die V-Partei³ durch eine kompromisslose Haltung von anderen ökologischen Parteien abgrenzen.

Die V-Partei³ tritt in 12 Ländern zur Wahl an und ist für etwa 88 Prozent der Wahlberechtigten wählbar.
PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier. (© TUBS/bpb)

Im Zentrum ihres Parteiprogramms steht eine Umgestaltung der Landwirtschaft, die sich an der pflanzlichen und ökologischen Nahrungsmittelproduktion orientieren soll. Die Partei fordert ein Verbot von Tierschlachtungen zur Herstellung von Nahrungsmitteln, Kosmetik, Kleidung und Gebrauchsgegenständen sowie ein Verbot von Tierversuchen in Forschung und Medizin. Außerdem möchte die V-Partei³ Tierheime subventionieren, ein Tempolimit auf Autobahnen durchsetzen und schlägt eine Besteuerung nach Ressourcenverbrauch vor. Neben den ökologischen Kernthemen hat die V-Partei³ sowohl in ihrem Grundsatz- als auch Wahlprogramm zu weiteren Politikfeldern Positionen entwickelt, so z.B. die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen. Die V-Partei³ setzt sich darüber hinaus für einen Ausbau und eine Reform der Europäischen Union, ein europäisches Sicherheitssystem sowie eine Abrüstung der Bundeswehr ein. Außerdem fordert V-Partei³ eine allgemeine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse, eine bessere Bezahlung von Pflegeberufen und die Billigung des Sterbefastens, einer Form des Suizids bei todkranken Menschen. Sie möchte zudem bundesweit gleichwertige Schulabschlüsse schaffen und die Anerkennung ausländischer Abschlüsse erleichtern, die Förderung der Integration von Geflüchteten intensivieren, wirtschaftliche und außenpolitische Fluchtursachen beheben und Cannabis für den privaten Konsum legalisieren.

Jan Dinter

Jan Dinter

Jan Dinter M.A. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind politische Kommunikations-, Öffentlichkeits- sowie politische Kulturforschung.


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