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4.9.2018

DIE LINKE. (DIE LINKE.)

Gründungsjahr Landesverband
2007*
Mitgliederzahl in Hessen
3029*
Landesvorsitz
Heidemarie Scheach Paschkewirt und Jan Schalauske*
Wahlergebnis 2013
5,2 Prozent
*nach Angaben der Partei

Entscheidend für die Gründung des hessischen Landesverbandes "Die LINKE" (DIE LINKE) 2007 war eine Initiative hessischer Gewerkschafter, die im Jahre 2004 mit der Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit (WASG) den Grundstein für Die LINKE gelegt haben. Aus der Fusion der Parteien PDS und WASG entstand schließlich DIE LINKE.

Sie orientiert sich an der Konfliktlinie zwischen Staat und Markt im Sinne einer gerechteren sozialen Gesellschaft. Dabei spielt besonders ihre Ablehnung gegen die sogenannten Hartz-Reformen eine große Bedeutung. Zugleich kommt ihren friedenspolitischen und euroskeptischen Positionen eine wichtige Rolle zu. So schaffte es DIE LINKE sich links von der SPD zu etablieren. Janine Wissler, die Fraktionsvorsitzende und Jan Schalauske, der Parteivorsitzende, gehen als Spitzenkandidaten ins Rennen. Den ersten Wahlerfolg konnte DIE LINKE bei den Landtagswahlwahlen 2008 verzeichnen, als sie mit 5,1 Prozent der Stimmen erstmals in den Landtag einzog.

DIE LINKE steht in Hessen für ein "soziales, ökologisches, friedliches und buntes Hessen". Sie setzt sich für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ein, indem sie öffentliche Wohnungsbaugesellschaften stärken und mehr Sozialwohnungen bauen möchte. Durch den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum sollen lebenswerte Bedingungen auf dem Land geschaffen werden. DIE LINKE will mit einem Landesaktionsplan gegen Kinderarmut vorgehen. Der barrierefreie öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) soll weiter gefördert und ausgebaut werden. Die Preise des öffentlichen Nahverkehrs sollen gesenkt werden. Langfristig streben DIE LINKE an, dass alle Bürger und Bürgerinnen den ÖPNV kostenlos nutzen können. Elektromobilität, erneuerbare Energien und alternative Antriebstechnologie sollen gefördert werden. Des Weiteren setzt sich DIE LINKE für ein Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen von 22 bis 6 Uhr, statt aktuell von 23 bis 5 Uhr, ein.

Wolfgang Schroeder

Wolfgang Schroeder

Prof. Dr. Wolfgang Schroeder leitet das Fachgebiet Politisches System der BRD an der Universität Kassel und ist Research Fellow am WZB, seine Arbeitsschwerpunkte sind die Arbeitsbeziehungen, Arbeitsgeber-,Gewerkschafts- und Verbändeforschung; Wohlfahrtsstaatsforschung und Sozialpolitik; Parteien und Wahlen.


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