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4.9.2018

Die Violetten (DIE VIOLETTEN)

Gründungsjahr Landesverband
2006*
Mitgliederzahl in Hessen
86*
Landesvorsitz
Jochem Kalmbacher; Franziska Barthel*
Wahlergebnis 2013
0 Prozent
*nach Angaben der Partei

Die Partei "Die Violetten – für spirituelle Politik" (DIE VIOLETTEN) wurde 2001 in Dortmund gegründet. Gegenwärtig sind sieben Landesverbände aktiv. Nach der Gründung des hessischen Landesverbandes im Mai 2006 nahmen DIE VIOLETTEN erstmalig in Hessen bei der Landtagswahl 2008 teil. Bei den hessischen Landtagswahlen 2009 und 2013 ist die Partei nicht angetreten.

Gegründet wurde die Partei mit dem Ziel, die "Spiritualität in Öffentlichkeit und Politik zu tragen". Dies kommt insbesondere in ihrem politischen Programm zum Ausdruck, das auf einem metaphysischen Menschenbild fußt. Ausgehend davon verstehen DIE VIOLETTEN ihr spirituelles Weltbild "ganz im Einklang mit den Erkenntnissen der modernen Wissenschaften, ergänzt um die geistige, nicht-materielle Dimension". Denn letztlich sei "alles mit allem verbunden und hat alles Wirkung auf alles". Dabei handele es sich um eine Tatsache, die in den vergangenen Jahren mehrfach unter Beweis gestellt wurde: etwa beim Klimawandel, dem Aussterben bestimmter Tierarten oder bei Finanzkrisen. Diese Herausforderungen könnten der Partei zufolge "nicht mit dem Denken gelöst werden, das diese Probleme verursacht hat". Es müsse dazu ein grundlegendes Umdenken stattfinden, eine Rückbesinnung auf die Grundlagen des menschlichen Miteinanders.

DIE VIOLETTEN setzen sich neben dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und der Schöpfung insbesondere für innenpolitische Themen ein: die Einführung direktdemokratischer Elemente (Volksabstimmungen) sowie eines bedingungslosen Grundeinkommens. Sie fordern mehr Transparenz und offene Kommunikation in Wirtschaft und Politik, etwa durch eine Vereinfachung des Steuersystems und Offenlegung aller Einkommen. In der Erziehung und Bildung treten sie für die Förderung von Individualität und Kreativität ein. In der Gesundheitspolitik fordern DIE VIOLETTEN die Einführung von alternativen Versicherungsmodellen.

Alexander Akel

Alexander Akel

Alexander Akel hat von 2014-2017 Politikwissenschaft und Philosophie auf Bachelor an der Universität Kassel studiert. Seit 2017 ist er Doktorand an der Juniorprofessur Politikwissenschaftliche Forschungsmethoden der TU Chemnitz. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Extremismus- und Populismusforschung.


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