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4.9.2018

V-Partei³ - Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer (V-Partei³)

Gründungsjahr Landesverband
2017*
Mitgliederzahl in Hessen
130*
Landesvorsitz
Alexandra Munir-Muuß*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei

Die "V-Partei³ – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer" (V-Partei³) wurde 2016 gegründet. Sie richtet sich an Vegetarier und Veganer in Deutschland, aber auch an jene, die "mit Weitsicht die globalen Zusammenhänge und Auswirkungen des Wachstums, Konsums und Essverhaltens verstehen" und verändern wollen. Die V-Partei³ besteht aus 16 Landesverbänden, von denen der hessische 2017 gegründet wurde. Die Partei trat bei der Bundestagswahl 2017 und bei den letzten Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen an.

Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz sowie Tierrechte sind die zentralen Themen der Partei. "Wir lieben das Leben" soll die Verbundenheit zu allen Lebewesen ausdrücken. Eine Kernforderung ist die "Agraragenda 2030", mit der eine Umstellung auf eine "biovegane" Landwirtschaft und ein schrittweiser Ausstieg aus der Tierprodukt-Industrie gefordert wird. Ihrem Selbstverständnis nach möchte sich die V-Partei³ nicht im klassischen Parteienspektrum verorten, grenzt sich aber von anderen "Umweltparteien" durch eine kompromisslose Verfolgung ihrer programmatischen Ziele ab.

Im Grundsatzprogramm wird die Förderung regionaler Landwirtschaft und Agrarökologie sowie eine striktere Orientierung am Tierwohl eingefordert. Die Partei strebt die Abschaffung der Atomkraft, die Reduzierung der Kohle- und Biogasanlagen und die Förderung regenerativer Energien an. Die Ausstattung der Schulen soll sich an der (digitalen) Lebenswelt der Schüler orientieren. Ferner soll eine Vergleichbarkeit der Bildungsabschlüsse zwischen den Bundesländern hergestellt, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse vereinfacht und Lobbyismus an Schulen unterbunden werden. Die Partei fordert eine nachhaltige Wirtschaftspolitik und ein bedingungsloses Grundeinkommen. E-Mobilität und ein "fahrscheinloser ÖPNV" sind weitere Forderungen. Schließlich setzt sich die Partei für Volksbegehren auf Bundesebene sowie für eine gerechtere Ausgestaltung der Steuerpolitik ein.

Benedikt Schreiter

Benedikt Schreiter

Benedikt Schreiter war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Politisches System der BRD an der Universität Kassel, jetzt bei PCG - Project Consult. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Arbeitsmarkt-, Industrie- und Sozialpolitik, Digitalisierung sowie die Gewerkschafts- und Verbändeforschung.


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