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24.4.2017

V-Partei³ - Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer (V-Partei³)

Gründungsjahr Landesverband
2016*
Mitgliederzahl in NRW
155*
Landesvorsitz
Michael Thomas Kneifel*
Wahlergebnis 2012
nicht angetreten

*nach Angaben der Partei

Die "V-Partei³ - Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer" (V-Partei³) wurde im April 2016 am Rande einer Messe für Veganer in München gegründet. Die junge Partei sieht sich als Sprachrohr der in Deutschland lebenden Vegetarier und Veganer sowie jener Bürgerinnen und Bürger, die die negativen Auswirkungen von "Wachstum, Konsum und Essverhalten" verringern wollen. Ihr politisches Programm umfasst vor allem Forderungen zur Verbesserung des Verbraucher-, Klima- und Tierschutzes. Nach eigenen Angaben möchte sich die V-Partei³ durch eine kompromisslose Haltung von anderen ökologischen Parteien abgrenzen.

Die V-Partei³ hat kein spezifisch landespolitisches Programm für die nordrhein-westfälische Landtagswahl vorgelegt, möchte sich aber nach eigenen Angaben am Parteiprogramm ihrer Bundespartei orientieren. In dessen Zentrum steht eine Umgestaltung der Landwirtschaft, orientiert an der pflanzlichen und ökologischen Nahrungsmittelproduktion, sowie die Kritik an den Bedingungen der "industriellen Massentierhaltung" und deren Folgen für den Klimawandel. Unter anderem fordert sie ein Verbot von Tierschlachtungen zur Herstellung von Nahrungsmitteln, Kosmetik, Kleidung und Gebrauchsgegenständen sowie ein Verbot von Tierversuchen in Forschung und Medizin. Landespolitisch besonders relevant ist die Forderung nach einem Schulfach "Ernährung" und der Einführung von Pflanzendrinks anstelle von Schulmilch. Außerdem soll in öffentlichen Einrichtungen täglich ein pflanzliches Ernährungsangebot angeboten werden. Bei den Jagdgesetzen fordert die V-Partei³ weitreichende Einschränkungen. Die Jagd "als Hobby" soll verboten werden. Positiv steht sie dem fahrscheinlosen ÖPNV sowie der Einführung von Sozialtickets gegenüber. Neben den ökologischen Kernthemen möchte die V-Partei³ ein "gerechtes Grundeinkommen" prüfen lassen, fordert eine konsequente Bekämpfung von Steuerbetrug und Geldwäsche sowie einen an der Nutzung orientierten Rundfunkbeitrag.

Jan Dinter

Jan Dinter

Jan Dinter ist Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die politische Kommunikations- sowie die Partizipationsforschung.


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