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24.4.2017

Allianz Deutscher Demokraten (AD-Demokraten NRW)

Gründungsjahr Landesverband
2016*
Mitgliederzahl in NRW
540*
Landesvorsitz
Michael Hinck*
Wahlergebnis 2012
nicht angetreten

*nach Angaben der Partei

Die "Allianz Deutscher Demokraten" (AD-Demokraten NRW) wurde am 26. Juni 2016 im Nachgang der Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages gegründet. Ihr Ziel ist es, vor allem die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund zu vertreten. Am 13. November 2016 fand der Landesparteitag der ADD Nordrhein-Westfalen in Duisburg statt.

Die AD-Demokraten NRW sieht sich selbst als konservativ-liberale, aber auch soziale Partei. Die Eckpunkte des Programmentwurfs der AD-Demokraten NRW sind Gerechtigkeit, Innovation, Demokratie, Freiheit, Akzeptanz und Sicherheit. Die ADD deckt in Ihrem Programmentwurf ein sehr breites Spektrum ab. Auf der einen Seite fordert Sie mehr "gesunden Nationalstolz und Patriotismus" in Deutschland ein, auf der anderen Seite den Doppelpass und ein kommunales Wahlrecht für alle ausländischen Staatsbürger und staatenlose Menschen. Besonders wichtig erscheinen im Programm die Neutralität des Staates gegenüber der Religion und die Umsetzung der Glaubensfreiheit; hier wird auch eine Rücknahme des "Kopftuchverbots" gefordert. Im Bereich der Bildungspolitik schlägt die AD-Demokraten NRW vor, die Schulpflicht durch eine Bildungspflicht zu ersetzen, in deren Rahmen auch "Home Schooling" (Hausunterricht) eine Option wäre. Die AD-Demokraten NRW fordert zudem die Einführung einer Flüchtlingsaufnahmequote auf Basis eines Waffenexportschlüssels. Die Skepsis der Partei gegenüber der deutschen Medienlandschaft findet in ihrer Forderung der Abschaffung des Rundfunkbeitrags Ausdruck.

Ein Rechtsstreit zwischen der AfD und der AD-Demokraten NRW führt wenige Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen dazu, dass die Partei die zuvor verwendeten Kurzbezeichnung ADD nicht mehr führt.

Stefanie Delhees

Stefanie Delhees

Dipl.-Soz.-Wiss. Stefanie Delhees ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der NRW School of Governance. Sie ist dort im Bereich Anwendungsorientierung für den Masterstudiengang „Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung“ tätig.


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