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24.4.2017

Aktion Partei für Tierschutz (TIERSCHUTZliste)

Gründungsjahr Landesverband
2017*
Mitgliederzahl in NRW
keine Angabe
Landesvorsitz
keine Angabe
Wahlergebnis 2012
nicht angetreten

*nach Angaben der Partei

Die "Aktion Partei für Tierschutz" (TIERSCHUTZliste) wurde am 28. Februar 2017 durch ehemalige Mitglieder der Tierschutzpartei gegründet. Sie verfolgt das Ziel, dem Tierschutz als Interessensvertretung zu dienen. Dabei sieht sie die Menschen in der Verantwortung gegenüber den Tieren, da ihr Handeln in allen Lebensbereichen Auswirkungen auf Natur, Umwelt und Tiere habe. Tierschutz sollte laut TIERSCHUTZliste zugleich Staatsziel und humanitäre Verpflichtung sein. In ihrem Grundsatzprogramm kritisiert die TIERSCHUTZliste, dass Tiere zur Profitmaximierung gezüchtet werden und auf Basis des geltenden Tierschutzgesetzes der Gewalt der Menschen ausgeliefert seien. Sie fordert eine Gesetzesverschärfung und die Einführung eines besonderen Schutzstatus für Tiere, dessen Verletzung konsequent juristisch verfolgt werden soll. Auch Tierversuche sollen unter Strafe gestellt werden.

Für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat die TIERSCHUTZliste einen Katalog mit 10 Forderungen aufgestellt. Darin verlangt sie, landesweit alle Katzen zu kastrieren, Tierheime mit ausreichend Geld und Personal auszustatten, Zirkussen, die Tiere mitführen, keinen Platz zu vergeben und Tierschutzprojekte an Schulen einzuführen. Zudem fordert sie eine Reform der Ausbildung von Juristen, Pädagogen und Ärzten, damit Tierschutz verpflichtender Bestandteil der Berufsausbildung werde. Als Grund wird der unumgängliche Kontakt von Menschen und Tieren in vielen Lebensbereichen genannt, dem in Erziehung und Bildung Rechnung getragen werden müsse. Neben Anliegen mit Bezug zum Tierschutz findet sich für Nordrhein-Westfalen die Forderung, den Personalabbau in Krankenhäusern zu stoppen und die Schließung oder Privatisierung von Kliniken zu unterbinden. Weitere Schwerpunkte sind die Förderung ökologischer Landwirtschaft und alternativer Energien, der Ausbau des ÖPNV und ein Höchstmaß von Frieden, Sicherheit und Schutz der Bevölkerung vor Gewalt, Kriminalität und Terror.

Dennis Michels

Dennis Michels

Dennis Michels, M. A ist wissenschaftliche Hilfskraft am Käte Hamburger Kolleg "Politische Kulturen der Weltgesellschaft", das zum besseren Verständnis der Möglichkeiten und Hindernisse grenzüberschreitender Kooperation beitragen will und ein interdisziplinäres Zentrum für globale Kooperationsforschung (Centre for Global Cooperation Research) der Universität Duisburg-Essen ist. Seine Forschungsschwerpunkte sind Post-Konfliktsituationen, Transitional Justice und Versöhnung, Entwicklungszusammenarbeit und Globale Kooperation, (Humanitäres) Völkerrecht und Normen in den Internationalen Beziehungen.
Kontakt: michels@gcr21.uni-due.de


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