zurück 
2.3.2017

DIE REFORMER (REFORMER)

Gründungsjahr Landesverband
2016*
Mitgliederzahl im Saarland
40*
Landesvorsitz
Ralf Berberich*
*nach Angaben der Partei

"DIE REFORMER" (REFORMER) wurden 2016 gegründet. Bislang haben sie noch an keiner Landtagswahl teilgenommen. Die Partei ist nach eigenen Angaben in Rheinland-Pfalz und im Saarland mit Landesverbänden vertreten. Die REFORMER verstehen sich als Partei der demokratischen Mitte, die extremes Gedankengut ablehnt und "eine gerechtere Politik mit mehr Ethik, Moral und Vernunft" anstrebt. Sie bekennt sich zu Demokratie und sozialer Marktwirtschaft, will jedoch gezielt um Protestwähler werben. So will sich die Partei an jene Menschen wenden, die sich von den etablierten Parteien nicht mehr vertreten und "verraten, belogen und betrogen" fühlen.

Die Partei tritt mit einer Landesliste und drei Wahlkreislisten im ganzen Saarland an. Eine Aufstellung aller zugelassenen Kreis- und Landeswahlvorschläge finden Sie auf saarland.de.

Kern des inhaltlichen Profils der REFORMER ist die Forderung nach einem "gerechteren Wirtschafts-, Steuer- und Rentensystem". Dies soll durch eine stärkere Umverteilung und die Bindung der Steuerpflicht an die deutsche Staatsangehörigkeit erreicht werden. Kitas, Krippen und Vorschulen sollen ausgebaut werden. Die REFORMER befürworten außerdem bundesweite Volksbegehren und Volksentscheide. Die Polizei soll besser ausgestattet werden. In einem Forderungskatalog zur Landtagswahl tritt die Partei für die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium ein. An der Universität sollen Lehrprofessuren ohne Forschungsverpflichtung eingerichtet werden. Führungspositionen öffentlicher Institutionen und Unternehmen sollen allein nach Qualifikation besetzt werden. Bei öffentlichen Vorhaben, die teurer werden als geplant, soll Schadenersatz geltend gemacht werden. In der Flüchtlingspolitik treten die REFORMER dafür ein, "den Staat und seine Identität zu wahren und zu schützen".

Daniel Kirch

Daniel Kirch

Dr. Daniel Kirch ist Chefkorrespondent Landespolitik der Saarbrücker Zeitung. Mit "Sonderpolitikzone Saarland" hat er über die Entwicklung des saarländischen Parteiensystems promoviert.


Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln