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Lange Zeit hat die Geschichtsschreibung das Deutsche Reich von 1914 als verkrusteten Obrigkeitsstaat dargestellt, den erst die Katastrophe des Ersten Weltkriegs unfreiwillig in die Moderne katapultiert habe. Frank-Lothar Kroll stellt diesem Klischee ein konträres Bild entgegen. Deutschland an der Wende zum 20. Jahrhundert war, im Konzert der europäischen Mächte, ein leistungsstarker, geradezu moderner Staat mit einer innovativen Gesellschaft und einem regen wissenschaftlichen und kulturellen Leben. Zwar stand die Monarchie in hohem Ansehen, doch dies behinderte gleichwohl nicht eine Reihe wichtiger, parlamentarisch forcierter Reformen unter anderem in Recht und Sozialwesen. Presse und Parteien, Wirtschaft und Verbände agierten selbstbewusst und fortschrittlich. Eine industriell geprägte, stark wachsende Bevölkerung forderte und förderte den Wandel in Gesellschaft und Kultur, durchaus auch mit negativen Begleiterscheinungen. Das Buch zeichnet ein nachgerade spannendes Porträt einer bewegten Epoche.


Autor: Frank-Lothar Kroll, Seiten: 216, Erscheinungsdatum: 12.06.2013, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1340

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