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Die Wüste als Drehscheibe? Zumeist wird die Sahara mitsamt ihrer faszinierenden Geschichte auf ein unendliches trockenes Nirwana aus Sand reduziert – zu Unrecht, wie der Afrika-Historiker Ralph A. Austen zeigt. Schon immer querten riesige Karawanen den Raum zwischen Timbuktu und Marrakesch, Kairo und dem Sudan, die nicht nur Waren und Menschen, sondern auch Wissen, Ideen und Kulturen tauschten. Die Blütezeit des Trans-Sahara-Handels lag zwischen dem 8. und dem 19. Jahrhundert, aber die Prägungen dieser Zeit wirken nach. Der sich ausbreitende Islam beeinflusste Recht und Gesetz, Kultur und Wirtschaft der Sahara-Randgebiete, insbesondere, seit sich ab dem 15. Jahrhundert Arabisch als Verkehrssprache etablierte. Die Sahara verband, aber zugleich ließ sie Raum für eigenständige kulturelle und religiöse Entwicklungen in ihren Anrainerstaaten.


Autor: Ralph A. Austen, Seiten: 270, Erscheinungsdatum: 28.07.2014, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1364

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