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Mao wollte China binnen kürzester Zeit wirtschaftlich in die Riege der westlichen Industrienationen katapultieren. In einem wahnwitzigen Kraftakt - von der Parteipropaganda als "Großer Sprung" gefeiert - ließ er von Ende der Fünfzigerjahre an die Landwirtschaft und damit die Lebensgrundlagen der Bevölkerung kollektivieren, die Naturräume Chinas auspressen und die Bevölkerung mit brutalen Mitteln zu gewaltigen Arbeitsleistungen zwingen. Die Folgen dieser Schreckenszeit waren apokalyptisch: Archivalien, die Frank Dikötter als einer der ersten westlichen Forscher auswerten konnte, belegen, dass Dutzende Millionen Menschen starben - an den Folgen des grotesk verfehlten Wirtschaftskurses ebenso wie an willkürlichem Nahrungsentzug als Druckmittel oder aufgrund ideologisch motivierter Strafaktionen in Stadt und Land. Dikötters detaillierte Analyse wirft erschütternde Schlaglichter auf eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte der Menschheit.


Autor: Frank Dikötter, Übersetzung: Stephan Gebauer, Seiten: 526, Erscheinungsdatum: 29.10.2014, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1434

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