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Seit Mikrokredite als Instrument der Entwicklungshilfe entdeckt wurden, galten sie als Wunderwaffe im Kampf gegen die Armut. Im Jahr 2006 erhielt Muhammad Yunus, der in Bangladesch die Grameen Bank gegründet hatte, den Friedensnobelpreis – ein sichtbarer Ausdruck der Hoffnungen, die in die Kleinstkredite gesetzt wurden. In den vergangenen Jahren hat sich die Mikrofinanz von einem Hilfsprojekt zu einem Geschäft entwickelt, in das auch zahlreiche Banken investieren. Aber sind Profit und nachhaltige Entwicklungshilfe wirklich vereinbar? Das Versprechen, Menschen durch Kredite aus der Armut zu führen, habe sich, so die Autoren dieses Bandes, nicht erfüllt, im Gegenteil: Die Bilanz sei bislang ernüchternd. Oftmals treiben hohe Zinsen die Ärmsten in die Schuldenfalle, zudem entlassen die Kredite den Staat aus seiner Fürsorgepflicht und bürden die Kosten für notwendige Infrastrukturmaßnahmen den Kreditnehmern auf. Das Buch enthält Texte von Wissenschaftlern, Journalisten und Praktikern aus der Entwicklungszusammenarbeit. Es regt dazu an, über neue Formen einer solidarischen Entwicklungshilfe nachzudenken.


Herausgeber: Gerhard Klas/Philip Mader, Seiten: 218, Erscheinungsdatum: 13.03.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1483

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