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Um 1900 wurde das Osmanische Reich von schweren inneren und äußeren Krisen erfasst. Niederlagen und Gebietsverluste beförderten religiös und ethnisch motivierte Spannungen, die sich insbesondere gegen die christlichen Armenier in dem überwiegend muslimischen Vielvölkerstaat wandten. In Verbindung mit nationalistische4n Motiven kam es bereits im Vorfeld des Ersten Weltkriegs zur Diskriminierung der armenisch-christlichen Minderheit. Deren Hilfeersuchen bei den europäischen Mächten und die sich formierende armenische Gegenwehr nahmen während der Weltkriegsjahre nationalistische türkische Kräfte zum Anlass, die Armenier als Staatsfeinde zu betrachten. Zwischen 1915 und 1916 fielen Hunderttausende Deportationen und Massakern zum Opfer. Diese Anthologie trägt zeitgenössische und moderne literarische Zeugnisse zusammen.


Herausgeberin: Corry Guttstadt, Seiten: 203, Erscheinungsdatum: 16.04.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1497

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