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Viele nahmen den Zerfall der Sowjetunion und die Einigung Deutschlands als Symbol der bipolaren Weltordnung wahr. Das Ende des Kalten Krieges ist in außenpolitischer Hinsicht jedoch mehr als eine abstrakte Zäsur; es veränderte sowohl die Rolle als auch das Gewicht des vereinten Deutschlands in der Weltpolitik. Davon ausgehend analysiert der Politikwissenschaftler Stephan Bierling in globaler und themenübergreifender Perspektive zentrale Entwicklungslinien und Herausforderungen deutscher Außenpolitik von der Ära Kohl bis in die Gegenwart: Die Bewältigung internationaler Konflikte, die Bekämpfung des Terrorismus, aber auch den Umgang mit dem Klimawandel, die europäische Krisenpolitik im Zuge der Verschuldungs- und Bankenkrise 2008 oder die geopolitische Machtverschiebung nach Asien. Bierling konstatiert eine grundlegende Diskrepanz deutscher Außenpolitik, etwa zwischen dem energischen europapolitischen Agieren einerseits und der Zurückhaltung bei der Militär- und Sicherheitspolitik andererseits. Er argumentiert ebenso instruktiv wie pointiert und fordert nachdrücklich eine größere internationale Verantwortungsübernahme – auch in sicherheitspolitischer Hinsicht.


Autor: Stephan Bierling, Seiten: 304, Erscheinungsdatum: 19.05.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1507

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