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Debatten über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden hierzulande nicht selten hitzig geführt. Im Kielwasser vermeintlich überwundener Geschlechterrollen rühren sie an das Selbstverständnis der Einzelnen wie der Gesellschaft und spiegeln zugleich ein Dilemma unserer Zeit: Frauen und Männer, die Eltern werden möchten oder sind, sehen sich zerrieben zwischen fremden Erwartungen, ökonomischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten sowie eigenen Werten und Zielen. Die öffentliche Diskussion, so das Credo der Autorinnen, diskriminiere dabei Männer wie Frauen bei der arbeitslohnfreien Fürsorge für andere Menschen, für Kinder, Alte, und Kranke. Die Debatte kreise um  Betreuungsplätze, Ressourcen, Rentenansprüche, Wettbewerbsfähigkeit – und zwinge Mütter und Väter dazu, sich und erst recht ihre Kinder dem Takt der Erwerbsarbeit unterzuordnen. Eine wirklich nachhaltige Politik aber müsse Eltern auf deren Wunsch hin Zeit und Freiräume für Zuwendung innerhalb der Familie einräumen und dürfe solchen Modellen nicht länger die materielle, rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung vorenthalten.


Autorin: Susanne Garsoffky / Britta Sembach, Seiten: 256, Erscheinungsdatum: 17.06.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1523

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