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Zehn Morde, drei Bombenanschläge, fünfzehn Banküberfälle – soll das die politische Bildung interessieren? "Terrorbekämpfung" ist nicht ihr Metier, doch der Untersuchungsausschuss zur "Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund" des Deutschen Bundestags sieht die Profession in der Pflicht. Die sorgsame Betrachtung der Biografien der mutmaßlichen Mitglieder sowie der Unterstützerinnen und Unterstützer des NSU, die Analyse der Hintergründe von Ermittlungspannen und die kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Dimension des NSU-Komplexes eröffnen tatsächlich Fragestellungen und Herausforderungen, denen sich die politische Bildung sehr wohl stellen kann. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur, Wissenschaft, politischer Bildung sowie von zivilgesellschaftlichen Initiativen erörtern, ob der NSU eine Zäsur für die politische Bildung darstellt – und kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Einig sind sich aber alle: Die Aufdeckung der Terrorgruppe und die damit offenbarte Dimension des Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland kann und darf nicht folgenlos bleiben.


Herausgeber: Martin Langebach und Cornelia Habisch, Seiten: 260, Erscheinungsdatum: 04.11.2015, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1640

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