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Junge Europäerinnen und Europäer als dschihadistische Terroristen? Mehr oder weniger hilflos sucht die öffentliche Meinung in westlichen Staaten nach Erklärungen für etwas, das sich aller Rationalität zu entziehen scheint: Bei weitem nicht alle jungen Leute, die sich dem islamistischen Terror verschreiben, waren zuvor religiös, sozial marginalisiert oder ohne Perspektiven. Was lässt sie so unmenschlich und hasserfüllt werden? Jürgen Manemann sieht einen Resonanzboden für den dschihadistischen Extremismus in der Empfindung von Sinnleere und Hoffnungslosigkeit in westlichen Gesellschaften. Sie könne bei gefährdeten jungen Leuten in eine pervertierte und zynische Sinnsuche umschlagen, in einen aktiven Nihilismus, der anderen das Recht auf Sein abspricht und sie, selbst um den Preis des eigenen Todes, vernichten will. Folgerichtig müssten, so der Autor, die Anerkennung der Einzelnen und ihrer je individuellen Leidensgeschichte die Grundlage jeder Gegenstrategie westlicher Gesellschaften gegen den Dschihadimus sein.


Autor: Jürgen Manemann, Seiten: 136, Erscheinungsdatum: 23.05.2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1681

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