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Zentralamerika ist die Transitregion für die aus Südamerika nach Mexiko und in die USA transportierten Drogen. Mächtige und skrupellose mexikanische Kartelle wie die Los Zetas versuchen in der Region immer weiter zu expandieren. Zudem kämpfen lokale Gangs, unabhängige Drogenhändler und Menschenschmuggler um Macht und Profit. Angesichts fehlender handlungsfähiger Institutionen der Staaten und prekärer ökonomischer Rahmenbedingen tragen diese Akteure maßgeblich Verantwortung für den Teufelskreis aus Gewalt und Armut. Die Geschichten, die Óscar Martínez in seinen mutigen wie düsteren Reportagen aus Guatemala, El Salvador und Nicaragua erzählt, sind grausam: Sie handeln von Leichen auf dem Grund eines Brunnens, von brutalen Rachemorden in überfüllten Gefängnissen, von Frauen, die verkauft und zur Prostitution gezwungen werden. Martínez berichtet von Kronzeugen, welche die Behörden ihren Mördern überlassen, und von Massakern der Drogenkartelle an Migranten. Das Buch zeichnet ein bedrückendes Bild alltäglicher Gewalterfahrung in Ländern, in denen der Staat seine Bürger im Stich zu lassen scheint und deren Gesellschaften geprägt sind von Angst, Perspektivlosigkeit und einer nur sehr vagen Hoffnung auf ein besseres Leben.


Autor: Óscar Martínez, Übersetzung: Hans-Joachim Hartstein, Seiten: 301, Erscheinungsdatum: 19.09.2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1772

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