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Kann man NS-Kunst im Museum zeigen? Die Debatte über den Umgang mit Kunstwerken aus der Zeit des Nationalsozialismus wird nach wie vor kontrovers geführt. Dabei geht es weniger um den – weitestgehend als überschaubar eingeschätzten – künstlerischen Wert, sondern vielmehr um die Frage, ob und inwiefern die Kunst der NS-Zeit öffentlich zugängig gemacht und vermittelt werden sollte. Dabei, so die Autoren dieses Bandes, stellen die Werke aufschlussreiche Dokumente dar, um zu zeigen, wie die Kunst durch die Nationalsozialisten funktionalisiert und in Dienst genommen wurde. In mehreren Essays werden einschlägige Kunstwerke kontextualisiert, unter mentalitätsgeschichtlichen und ästhetischen Gesichtspunkten analysiert, Traditionen und Semantiken beschrieben und politische Implikationen hinter den Bildern und Skulpturen offen gelegt. Zudem wird sowohl auf die zeitgenössische Kunstvermittlung als auch auf die Debatten der vergangenen Jahrzehnte um die NS-Kunst eingegangen. Nicht zuletzt wird auch die Frage gestellt, wie und wo die nationalsozialistische Bildästhetik und die ideologischen Konzepte in Kreisen der Neuen Rechten aufgegriffen werden – etwa in Form der Beschwörung einer idealisierten deutschen Alltagswelt oder im Rekurs auf völkische Phantasmen. Das Buch enthält eine Auswahl wichtiger Avantgarde-Kunstwerke der 1930er und 1940er Jahre, die von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert und verboten wurden.


Herausgeber: Silke von Berswordt-Wallrabe / Jörg-Uwe Neumann / Agnes Tieze, Seiten: 240, Erscheinungsdatum: 01.12.2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1798

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