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Der Vertrag von Versailles, im Juni 1919 auf der Pariser Friedenskonferenz unterzeichnet, sollte nach den Schrecken des Weltkrieges wesentlich dazu beitragen, eine stabile Ordnung für Europa zu entwerfen. Er betraf auch die kolonialisierten Länder, deren Wünschen nach Selbstbestimmung er eine Absage erteilte, sowie den Nahen Osten, wo die damaligen Grenzziehungen bis heute das Geschehen beeinflussen. Der Vertrag zog bereits kurz nach Unterzeichnung massive Kritik auf sich – gerade in Deutschland, wo viele, allen voran nationalistische Kreise, gegen den "Diktatfrieden" und den Kriegsschuldparagraphen agitierten. Heute gilt "Versailles" als eine Hauptursache für den Aufstieg der Nationalsozialisten. Die kanadische Historikerin Margaret MacMillan zeichnet indes ein sehr differenziertes Bild der Verhandlungen und des Ergebnisses. So würdigt sie das aufrichtige Bemühen um eine Friedensordnung, zeigt aber auch, warum der Vertrag von Versailles letztlich bestehende Konflikte verschärfte und angesichts aufflammender Nationalismen keine Perspektive für einen nachhaltigen Frieden bot.


Autor: Margaret MacMillan, Übersetzung: Klaus-Dieter Schmidt, Seiten: 733, Erscheinungsdatum: 03.01.2017, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1683

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