Suche im Shop

Inhalt

Nicht zuletzt die Kölner Silvesternacht 2015/16 hat gezeigt, wie breit und emotional – bisweilen irrational – über das Thema Vergewaltigung diskutiert wird. Trotz der hervorgehobenen Stellung in Medien und Öffentlichkeit findet jedoch kaum eine tiefenscharfe Reflexion über den Vergewaltigungsdiskurs statt. Mithu M. Sanyal nimmt in dieser Studie aktuelle Ereignisse, historische Konzepte und Darstellungen sowie juristische Aspekte unter die Lupe. Die Kulturwissenschaftlerin kommt zu dem Schluss, gesellschaftliche Narrative rund um das Verbrechen Vergewaltigung seien stark von stereotypen Einstellungen zu Geschlecht und Sexualität geprägt. Sexualisierte Gewalt und die Zuschreibungen im Sprechen darüber sind Sanyal zufolge Ausdruck gesamtgesellschaftlicher Probleme. Die Autorin skizziert daher auch Vorschläge, wie durch Veränderungen jenseits der Strafverfolgung Vergewaltigungen entgegengetreten werden kann.


Autor: Mithu M. Sanyal, Seiten: 238, Erscheinungsdatum: 14.06.2017, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10069

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln