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Vergewaltigung ist ein nach wie vor nur selten angezeigtes Gewaltverbrechen. Warum ist das so? Der Schriftsteller Jon Krakauer hat den behördlichen Umgang mit Vergewaltigungsfällen in der US-amerikanischen Universitätsstadt Missoula untersucht. Die fünf von Krakauer näher betrachteten Fälle geschahen im Umfeld der Universität; zumeist kannten sich Täter und Opfer. Einige der verurteilten wie mutmaßlichen Täter waren bekannte Gesichter des lokalen American-Football-Teams. Krakauer hat mit Opfern, Angehörigen und Strafverfolgern gesprochen, Prozesse und Anhörungen beobachtet und Protokolle, Studien und Statistiken ausgewertet. Seine Investigation liefert einen aufschlussreichen wie erschütternden Einblick in die Thematik sexueller Gewalt und den schmerzhaften Prozess der Wahrheitsfindung. Er lässt nachvollziehen, warum viele Vergewaltigungsopfer keine Anzeige erstatten und warum ihnen, wenn sie es tun, oftmals keine Gerechtigkeit widerfährt. Darüber hinaus verweist seine feinfühlige, differenzierte Auseinandersetzung auf ein - beileibe nicht nur in den USA vorherrschendes - gesellschaftliches Klima, in dem sexuelle Übergriffe wenig geächtet, heruntergespielt oder relativiert werden.


Autor: Jon Krakauer, Übersetzung: Hans Freundl, Sigrid Schmid, Seiten: 479, Erscheinungsdatum: 14.06.2017, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10035

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