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Das Jahr 1517 gilt mit Recht als Zäsur. Zugleich fällt es in eine Zeit großer Umbrüche, in der sich, global gesehen, weitaus mehr ereignete als der Thesenanschlag Martin Luthers. Außerhalb Europas, etwa auf dem amerikanischen Kontinent, in China und im Osmanischen Reich, waren Kulturen zur Hochblüte gelangt. Europäische Entdecker und Reisende hatten das Weltbild ihrer Zeit verändert. Die Grenzen zwischen profaner und religiöser Macht waren allenthalben in Bewegung geraten. Der wirtschaftliche und kulturelle Austausch über große Distanzen intensivierte sich, und in der Ökonomie, in der Rechtsentwicklung oder in der Kriegführung sah sich Altvertrautes, ja Sakrosanktes zunehmend infrage gestellt. All dies wurde begleitet von der latenten oder auch manifesten Angst vor unbeherrschbar scheinenden Kräften, seien es menschliche, seien es naturbedingte. Sie suchte sich Ventile im Rituellen, aber auch in Pogromen und Magie. Heinz Schilling zeichnet das Panorama einer Übergangszeit, die mit der wechselseitigen Adaption von Ideen, Idealen und Waren, den Konfrontationen, dem Machtringen und der diffusen Gestimmtheit vieler Menschen überraschend deutlich in die Moderne weist.


Autor: Heinz Schilling, Seiten: 366, Erscheinungsdatum: 26.10.2017, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10138

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