Suche im Shop

Inhalt

Der pseudowissenschaftliche Ansatz eines biologistischen Antisemitismus reicht ins 19. Jahrhundert zurück. Die Nationalsozialisten entwickelten aus der Theorie die diskriminierende Praxis der so genannten Nürnberger Gesetze: Diese waren ein Schritt auf dem Weg von der Stigmatisierung über die Aussonderung bis zur Ermordung derer, die der rassistischen Schablone nicht entsprachen. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes beleuchten die Bedeutung dieser Gesetze. Sie fragen unter anderem nach den kolonialzeitlichen Einflüssen, untersuchen deren wirtschaftliche, soziale und kulturelle Konsequenzen und zeigen die als wissenschaftliches Experiment oder Sozialpolitik getarnten brutalen Eingriffe in Gesundheit, Selbstbestimmung und Lebensführung insbesondere der Juden, aber auch Homosexueller oder so genannter Erbkranker. Auch die Anwendung der Nürnberger Gesetze im besetzten europäischen Ausland wird analysiert. So entsteht das bedrückende Panorama einer sich stetig verschärfenden, rechtlich sanktionierten Exklusion und Verfolgung, dessen Schatten weit in die Nachkriegszeit fallen.


Herausgeber: Magnus Brechtken / Hans-Christian Jasch / Christoph Kreutzmüller / Niels Weise, Seiten: 312, Erscheinungsdatum: 18.01.2018, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10118

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln