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Das Ende des Ersten Weltkriegs brachte Europa keinen Frieden. Er hinterließ Millionen Entwurzelte, Traumatisierte, Versehrte und Desillusionierte, denen allzu oft Heimat, Sicherheit, Freiheit und Gerechtigkeit verwehrt blieben. Gewaltsam erwirkte Territorialverschiebungen schürten schwelenden oder offenen Nationalismus. Allenthalben wurden überkommene gesellschaftliche Strukturen hinweggefegt, zugleich das ökonomische und militärische Potenzial zur Revanche ausgelotet. In der Verquickung von Möglichkeiten und Erwartungen im Chaos der Nachkriegsjahre wurzelte politischer und sozialer Sprengstoff, den die desavouierten Eliten ebenso wenig entschärfen konnten wie die radikalisierten Kräfte, die vielerorts, mehr oder weniger erfolgreich, die Macht an sich rissen. Ausgehend von den letzten Monaten des Ersten Weltkriegs zeichnet Robert Gerwarth ein überaus plastisches Bild der Zwischenkriegszeit als verlängerte und vielgestaltige Katastrophe, in der die tief gespaltenen Völker Europas im Strudel regionaler Kriege und Konflikte, Revolutionen und Revolten, Hunger und Not, eruptivem Hass und Gewalt versanken.


Autor: Robert Gerwarth, Übersetzung: Aus dem Englischen von Alexander Weber, Seiten: 480, Erscheinungsdatum: 08.03.2018, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10077

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