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Nach wie vor suchen viele Menschen Zuflucht in Europa. Eine nicht geringe Zahl von ihnen flieht aus autoritären afrikanischen Staaten und durchquert solche auf der Flucht. Eine gängige politische Reaktion auf die Migration - gerade der aus Afrika - ist die Forderung nach der Bekämpfung der Fluchtursachen, sprich einer Verbesserung der Lebensumstände in den Herkunftsländern. Christian Jakob und Simone Schlindwein zeigen allerdings, dass die Migrationskontrolle gegenüber menschenrechtlichen Erwägungen eindeutig Priorität zu haben scheint. So stärke die Europäische Union durch Abkommen, Schulungen und Wirtschaftshilfen eben solche Regime, die die Menschen zur Flucht treiben, auf deren Staatsgebiet die Flüchtenden massiven Menschenrechtsverletzungen ausgeliefert sind oder die sich sogar selbst am illegalen Menschenhandel beteiligen. So werfen Deals unter anderem mit Staaten wie Eritrea, Libyen oder dem Sudan Fragen danach auf, wie wichtig die viel beschworenen europäischen Werte tatsächlich sind, wenn es darum geht, Migration –anscheinend um jeden Preis – zu erschweren und zu verhindern.


Autor: Christian Jakob, Simone Schlindwein, Seiten: 317, Erscheinungsdatum: 09.03.2018, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10185

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