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Die Sowjetunion als Staat ist Geschichte. Ihr mentales, soziales und kulturelles Selbstverständnis aber hat unzählige Spuren im heutigen Russland und in den postsowjetischen Staaten hinterlassen. Sie spiegeln sich unter anderem in Lebensgewohnheiten, Ritualen und Sitten, in Stadtplanung und Bauten, im Verständnis von Schönheit und in der Beliebtheit mancher Vornamen, in Fragen der Religion, in den Formen musealer Präsentation und in der Rezeption von Literatur, Musik und Theater. Karl Schlögel, einer der besten Kenner der Sowjetunion, spürt in seinen Reportagen diesem besonderen Gepräge des Alltags in sowjetischer und postsowjetischer Zeit nach. Die Werkzeuge seiner sozialen Archäologie sind das Gespräch, die genaue Beobachtung, der Vergleich, das Studium überlieferter, unterdrückter und wieder entdeckter Texte. Aus der Vielzahl der Themen komponiert er ein überaus informatives, oft überraschendes Bild der untergegangenen Sowjetunion, aber auch ihrer Persistenz in der Gegenwart. Ohne das Wissen um diese spezielle sowjetische Zivilisation sei, so Schlögel, Russland im 21. Jahrhundert nicht zu verstehen.


Autor: Karl Schlögel, Seiten: 912, Erscheinungsdatum: 17.07.2018, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10182

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