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Die Einzigartigkeit der Vielen: Unsere Gesellschaft fragmentiert sich, und die Idee der Verortung breiter Schichten in deren Mitte, lange Jahre Maß und Ziel politischer Gestaltung, hat an Strahlkraft verloren. Menschen unterliegen und unterwerfen sich heute einer scheinbar unaufhaltsamen Aufwertung des Individuellen und Besonderen. In diesem Verständnis haben Biografisches und Beruf, Lebensstil und Konsumverhalten dem Anspruch auf Unverwechselbarkeit und Originalität zu genügen – wer hier nichts anzubieten hat, wer nicht wahrgenommen wird, dessen Stern sinkt. Andreas Reckwitz untersucht die insbesondere kulturell begründeten Triebkräfte, Prozesse und Dynamiken, die in den spätmodernen Gesellschaften das Temperierte, Standardisierte, Normale und Mediatisierte menschlicher Existenz verdrängen und weit in soziale Belange hineinwirken. Er fragt nach den Gewinnern und Verlierern im Wettlauf der Singulären ebenso wie nach deren Resonanzräumen, beleuchtet die neuen Ungleichheiten und skizziert die daraus erwachsenden Herausforderungen für Politik und Gesellschaft.


Autor: Andreas Reckwitz, Seiten: 486, Erscheinungsdatum: 14.09.2018, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10213

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