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Unwucht im Getriebe? Demokratien leben vom kritischen Diskurs verlässlich Informierter, vom Austarieren unterschiedlicher Interessen und von der gleichberechtigten Partizipation möglichst Vieler. Längst aber wirke sich, so der Medienwissenschaftler Stephan Russ-Mohl, die Digitalisierung auf Meinungen, Urteile und Verhaltensweisen der Menschen aus und damit auf zentrale demokratische Prozesse. Die schiere Fülle der Meldungen oder ihre einseitige Verdichtung in Echokammern überfordere viele. Eine bewusste oder nachlässige Verbreitung von Halbwahrheiten oder die gezielte Desinformation untergrabe Vertrauen, schüre Angst und befeuere Aggression und Wagenburgmentalität. Gewinnmaximierung als Geschäftsgrundlage habe vielfach nicht nur die Grenze zwischen Information und PR durchbrochen, sondern zeitige auch schädliche Auswirkungen auf die Seriosität und das Selbstverständnis der Medienschaffenden. Stephan Russ-Mohl beleuchtet diese und andere Fehlentwicklungen der Informationsgesellschaft. Kritisch setzt er sich zudem mit der Rolle global agierender IT-Konzerne auseinander und fragt nach Ansätzen, wie Medien und Journalismus ihrer Rolle als unverzichtbare Begleiter der Demokratie besser gerecht werden können.


Autor: Stephan Russ-Mohl, Seiten: 368, Erscheinungsdatum: 09.11.2018, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10236

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