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Sie versteht sich als gegenkulturelle Avantgarde: die Identitäre Bewegung (IB). Sie protestiert gegen die "Islamisierung des Abendlandes" und einen angeblichen "Bevölkerungsaustausch". Ideologisch argumentiert sie völkisch-rassistisch und lehnt Migration jeglicher Art ab, ästhetisch und methodisch bedient sie sich bei Aktionsformen der Linken, bei der Popkultur und der amerikanischen Alt-Right-Bewegung. Öffentlichkeitswirksam besetzte sie das Brandenburger Tor und charterte ein eigenes Schiff, um Migranten im Mittelmeer abzuschrecken. Obwohl sie nur aus etwa 800 Aktivisten besteht, ist die IB aus der Infrastruktur der europäischen Neuen Rechten kaum mehr wegzudenken. So verfügt sie ebenso über enge Verbindungen zu neofaschistischen und neonazistischen Gruppen wie zur neurechten Publizistik, ins Burschenschaftlermilieu und in die Parlamente hinein. Mittlerweile wird die Gruppierung auch vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Die hier versammelten Beiträge leuchten das Netzwerk der Identitären aus, beschreiben ihre Entwicklung und ihre Ideologie.

  • http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/241438/die-identitaeren-mehr-als-nur-ein-internet-phaenomen«

  • Autor: Andreas Speit, Seiten: 264, Erscheinungsdatum: 01.04.2019, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10333

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