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Wohl mehr als bei vielen anderen Staaten erschließt sich das Verständnis des modernen Polens aus seiner wechselvollen Geschichte im Schnittpunkt von Mächten und Interessen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg sah sich die im 16. Jahrhundert entstandene polnische Adelsrepublik konfrontiert mit den Interessen der erstarkenden europäischen Großmächte, von denen Russland, Habsburg und Preußen besonders an einer Schwächung, ja Tilgung Polens von der Landkarte gelegen war – der Wiener Kongress 1815 hinterließ Polen im Status einer russischen Provinz. Es kommt vor diesem Hintergrund einer Ironie der Geschichte gleich, dass alle drei Großmächte im November 1918 im Chaos der Nachkriegszeit versanken, während Polen als souveräner Staat wiederentstand. Wolfgang Templin zeichnet die Vorgeschichte dieser zweiten Gründung Polens nach und wendet sich dann ihrer wenig mehr als 20 Jahre währenden, aber für das Verständnis des heutigen Polens so wichtigen Existenz zu. Sie war geprägt von inneren Konflikten und äußeren Bedrohungen. Templin deutet die Rolle der Zweiten Polnischen Republik insbesondere mit Blick auf aktuelle Diskurse in Polen, deren historische Wurzeln er freilegt.

  • http://www.bpb.de/internationales/europa/polen/«
  • http://www.bpb.de/apuz/265493/polen«

  • Autor: Wolfgang Templin, Seiten: 256, Erscheinungsdatum: 04.04.2019, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10335

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