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Lee Miller, 1907 in den USA geboren, begleitete als Fotografin und Fotojournalistin seit 1944 amerikanische Truppen zunächst in Frankreich, seit März 1945 bei der Besetzung des nationalsozialistischen Deutschland. Ihr Blick richtet sich auf die Ruinenlandschaften in Aachen, Köln, Frankfurt, Leipzig und anderen deutschen Städten, auf die Ermordeten in Dachau und Buchenwald, auf ausgemergelte und befreite Kriegsgefangene und tote junge Flakhelfer. Sie porträtiert das von Krieg und Barbarei scheinbar unberührte Idyll deutscher Kleinstädte und das surreal anmutende Ringen um Normalität des Alltags inmitten von Trümmern. Andere Bilder zeigen den Freitod eines NS-Funktionärs samt Familie oder Hitlers persönliches Umfeld auf dem Obersalzberg. Lee Miller, eine der ganz wenigen Frauen, die als Kriegsberichterstatterin arbeiteten, war entsetzt und geschockt über das Gesehene. Ihre Bilder spiegeln auf zuweilen subtile Weise den Hass und die Verachtung gegenüber den Tätern – insbesondere denen, die sich unschuldig stilisierten. Ihre Empathie mit den Opfern des NS-Regimes dagegen ist unübersehbar. Viele der Bilder Lee Millers wurden zu weltweit bekannten Ikonen und einzigartigen Dokumenten der letzten Kriegswochen. Ein Essay des britischen Historikers Richard Bessel erschließt diese und auch weniger bekannte Fotos der 1977 gestorbenen Lee Miller.

  • http://www.bpb.de/geschichte/nationalsozialismus/dossier-nationalsozialismus//«

  • Autor: Richard Bessel, Seiten: 140, Erscheinungsdatum: 07.05.2019, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10289

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