30 Jahre Mauerfall Mehr erfahren
Suche im Shop

Inhalt

Religion ist das, was Menschen daraus machen. Wo den einen Nächstenliebe und Frieden geboten scheinen, lesen andere aus ihrem Verständnis von Christentum die Aufforderung zu Kampf und Abwehr gegen andere heraus: Sie bringen sich gegen eine vorgebliche "Islamisierung" ebenso in Stellung wie gegen das Bemühen, der Vielgestaltigkeit menschlicher Existenz in Recht, Bildung, Sozialpolitik oder Sprache gerecht zu werden. Ihre Protagonisten bedienen sich medialer Möglichkeiten sowie zunehmend politischer und kirchlicher Ämter. Sie befeuern Ängste und Misstrauen gegenüber dem Anderen, schaffen Feindbilder und instrumentalisieren die christliche Botschaft zur Verteidigung eines vermeintlich bedrohten Abendlandes. Ihr Publikum finden sie gleichermaßen bei Marginalisierten und selbsternannten Eliten, bei Verunsicherten und Menschen, die sich die eigene Rechtschaffenheit auf die Fahnen schreiben. Liane Bednarz fühlt sich dem Christentum verbunden und unterscheidet zwischen seiner konservativen Auslegung und unverhohlener Menschenfeindlichkeit. Umso beunruhigter konstatiert sie eine wachsende Zahl von Christen, die, so ihr Eindruck, den Kern christlicher Lehre in Wort und Tat fundamental umdeuten.


Autorin: Liane Bednarz, Seiten: 256, Erscheinungsdatum: 11.06.2019, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10312

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln