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Ob MP3-Player, Sportschuh, Sonnenbrille oder Limonade – wir kaufen Güter längst nicht mehr allein wegen ihres Gebrauchswertes, sondern in zunehmendem Maße, weil sie einen Lebensstil verkörpern. Waren sind Kultobjekte, mit denen wir unsere Identität zum Ausdruck bringen.

Der Journalist und Buchautor Robert Misik bietet eine pointierte Bestandsaufnahme des Lifestyle-Kapitalismus von heute. Er beschreibt die Ökonomisierung der Kultur ebenso wie die Kulturalisierung und Moralisierung der Wirtschaft. Während Unternehmen zunehmend Gefühl- und Erlebniswelten vermarkten und Investmentfonds mit Kunstobjekten spekulieren, werden Innenstädte zu Kommerzzonen und Politik zu Entertainment. Gleichzeitig lohnt es sich für Konzerne, ethisch korrekt zu produzieren, da sich mit diesem Image mehr Profit machen lässt. Die Teilhabe der Bürger an ihrer Gesellschaft findet immer öfter in ihrer Rolle als Konsumenten statt, so Misik. Sein Buch ist ein Plädoyer für mündige Konsumkritik.


Autor: Robert Misik, Seiten: 199, Erscheinungsdatum: 29.02.2008, Erscheinungsort: Bonn

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