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Das Selbstverständnis westlicher Gesellschaften wurzelt in der Aufklärung: Wahrheit, Gerechtigkeit, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und insbesondere der Schutz des Individuums vor ungerechtfertigten Eingriffen in seine Freiheit wurden als Grundprinzipien menschlichen Zusammenlebens identifiziert, denen uneingeschränkte Geltung zukomme. Heute aber sehen wir uns, so der Psychologe und Philosoph Carlo Strenger, der paradoxen Situation gegenüber, dass es aus einer übersteigerten politischen Korrektheit hinaus an ideellen Ressourcen zur Verteidigung dieser Errungenschaften fehle: Wo alles und jedes zu tolerieren sei, verblassten die Werte des Westens. Wo der ideologisch motivierte Kotau den intellektuellen Diskurs unterhöhle, bestehe die Gefahr, dass Autokraten, Extremisten und Fanatiker das Vakuum für ihre Ziele und Interessen missbrauchen. Carlo Strenger fordert einen mutigen Einsatz für eine freiheitliche Grundordnung unserer Gesellschaften und für universale Menschenrechte – nicht erst, wenn diese in ihrer Substanz bedroht sind.


Autor: Carlo Strenger, Seiten: 104, Erscheinungsdatum: 05.02.2016, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1613

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