Suche im Shop

Inhalt

Der Begriff "Volk" ist mehrdeutig und umstritten. Während sich staatsbürgerliche Ansätze eher mit politischen Rechten, Pflichten und Freiheiten beschäftigen, wird von Rechtspopulisten versucht, das Volk als homogenes Kollektiv zu deuten und mit ethnischen Kategorien aufzuladen. Der Historiker Michael Wildt erörtert vor diesem Hintergrund die Bezugsrahmen politischer, kultureller und sozialer Definitionen von "Volk" und "Volksgemeinschaft" und wie diese Konzepte zur In- und Exklusion bestimmter Gruppen eingesetzt werden können. Wildt schlägt den Bogen von der historischen Auseinandersetzung mit diesen Begriffen zu aktuellen Argumentationen des politischen Personals der "Alternative für Deutschland", die für sich reklamiert, den "Volkswillen" gegen die etablierte Politik durchsetzen zu wollen. In ihrer Konsequenz, so der Autor, ziele das von Rechtspopulisten vertretene Weltbild notwendigerweise auf eine Exklusion bestimmter Gruppen. Vielmehr sei es aber an der Zeit, den Begriff "Volk" grundsätzlich in Frage zu stellen und ein "demokratisches Wir" auszuhandeln, bei dem es um Partizipation und die Rechte von Individuen dreht.


Autor: Michael Wildt, Seiten: 158, Erscheinungsdatum: 07.08.2017, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10108

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln